The Moderns, Revolutions in Art and Science 1890-1935 @ MUMOK

Die Ausstellung zeigt mehr als 80 Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und Skulpturen in einem Zeitraum von 1890 bis 1935, größtenteils aus der Sammlung des MUMOK, unter anderem von Giacomo Balla, Marcel Duchamp, František Kupka, Francis Picabia, Man Ray oder Erika Giovanna Klien.

Wissenschaftliche Erkenntnisse wie die Relativitätstheorie von Albert Einstein oder Max Plancks Bestimmung des „Quantums“ kreierten zu dieser Zeit ein völlig neues Weltverständnis und beeinflussten zu einem großen Teil auch die bildende Kunst. Bewegungen wie der Futurismus, Kubismus oder Dada sind entstanden. Mit der Darstellung von Dynamik und Energie befasste sich der Futurismus. Für den Kubismus stand vor allem die Vorstellung einer vierten Dimension im Mittelpunkt. Als Spiegel für den totalen Zweifel und der Zerstörung aller festen Normen diente der Dadaismus, eine Kunstrichtung, deren Vertreter eine klare Definition ablehnten.

„The Moderns“ befasst sich mit der Gegenüberstellung wissenschaftlicher Errungenschaften aus dem frühen 20. Jahrhundert,  und der bildenden Kunst. Ein Werk von Heinrich Hertz zeigt beispielsweise den Nachweis „unsichtbarer“ elektromagnetischer Wellen. Auch befassen sich die nach Wilhelm Röntgen benannten Strahlen mit dem Unsichtbaren. Einsteins Relativitätstheorie wird in einem interessanten stummen Animationsfilm von 1923 veranschaulicht.

„[…] Die Künstler wollen, so sehr sie die Wissenschaften studieren, immer Künstler sein, und nicht Wissenschaftler , und sie begeistern sich für die Wissenschaften aus ganze anderen als den für diese selbst maßgebenden Gründen. Mindestens ebenso sehr wie das neue Wissen fasziniert sie das, was die Wissenschaften und Techniken hervorbringen, ohne es zu wissen, oder zu würdigen: die Ergebnisse ihre neuen bildgebenden Verfahren (z.B. Röntgen), der Reiz ihrer neuen Gestaltungen. […]“ ¹

her ARTic Impression:

Anders als in den meisten Ausstellungen, zeigt „The Moderns“ vielmehr ein Weltverständnis gekoppelt mit den zu dieser Zeit neuesten Errungenschaften in der Wissenschaft und Kunst. Das Gesamtkonzept konzentriert  sich nicht auf einen speziellen Künstler oder Epoche, sondern bindet auch bekannte Wissenschaftler, Philosophen und Denker mit ein – die Darbietung einer revolutionären Zeit, deren Hervorbringungen bis heute andauern. Eine „moderne“ Ausstellung in Hinblick auf ein “neues Denken“, doch nicht auf die Werke und Künstler selbst.

The Moderns vom 25.06.10 bis 23.01.11 im MUMOK Wien

¹von Mona Hahn und Robert Pfaller aus MUMOK Insights

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