Coca-colonized @ Hilger BROTKunsthalle


In der Ausstellung Coca-colonized (Kokakolonisierung oder Cocacolonialisierung; aus Coca Cola und Kolonisierung) werden neun Künstler aus Südamerika, Zentralamerika und Afrika vorgestellt, welche sich mit der Untergrabung indigener Kultur durch eine kommerzielle Massenkultur der mächtigeren industrialisierten Länder beschäftigt. Kuratorin Claire Breukel versucht die Beziehung zwischen der „ersten“/ „dominanten“ und der „dritten“/“beeinflussten“ Welt in Frage zu stellen und zeigt den starken Einfluss der Massenkultur auf die Entwicklungsländern. Ergebnis dessen ist eine Art Entstehung „einer dritten Sprache“, die keinesfalls nur als Kombination lokaler Kultur und Massenkultur zu sehen ist, sondern als eigenständiges Phänomen bewerten werden muss. Eine Sprache, regional abhängig, einzigartig in ihrer Struktur und universal in ihrem Verständnis.

Die Ausstellung setzt sich aus Künstlern zusammen, die diese Einflüsse herausfiltern und demonstrieren welche sich bereits in den Alltag , jeweils abhängig ihrer Regionen, etabliert haben.

„Das Schöne an der Globalisation ist, dass es Menschen von der Tyrannei und ihrer Geographischen Abhängigkeit befreit. Der Zuwachs an demokratischen Regierungen, die Liberation des Handelns, liberale neo-ökonomische Reformen, der Fortschritt der Technologie und das Aufkommen eines globalen Markts für Güter und Dienstleistungen, produziert von modernen Industrien, ermöglicht die Unabhängigkeit nationaler Barrieren.“ (Anon; Globalization and Culture 2009).

Künstler: Anton Kannemeyer (South Africa) / Peterson Kamwathi Waweru (Kenya) / Cameron Platter (South Africa) / Baudouin Mouanda (Congo) / Maria Jose Arjona (Colombia) / Simon Vega (El Salvador) / Omar Obdulio Pena Forty (Puerto Rico)/ Reynier Leyva-Novo (Cuba) / Emilio Chapela Perez (Mexico)

her ARTic Impression:

Coca-colonized setzt sich auf vielschichtige Weise mit dem Thema Kokakolonisierung und Globalisation auseinander. Die Werke geben direkten Einblick in eine bisher kaum behandelte und unpopuläre Thematik und verhelfen zum besseren Verständnis der Beziehung zwischen der „beeinflussten dritten“ Welt sowie den modernen industrialisierten Ländern. Eine Ausstellung mit interessanten Inhalt und guter künstlerischer Darbietung.

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