POWER UP – Female Pop Art @ Kunsthalle Wien

POWER UP – Female Pop Art entdeckt und interpretiert herausragende Künstlerinnen der Popkunst neu; Pop Art als Kunstrichtung, die bis heute vor allem mit männlichen Protagonisten verbunden wird.

Die 60er, 70er Jahre sind eine Zeit wirtschaftlichen Aufschwungs, der Massen- und Medienkultur.

Plastik, grelle Farben, reduzierte Formen und graphische Konturen stellen die Materialien und Techniken der Pop Art dar. Die Künstlerinnen folgen dem stilistischen Beispiel der männlichen Dominanz, stellen aber kritische, vor allem feministische Motive in den Vordergrund. Die für ihre „Nana-Figuren“ bekannte Malerin und Bildhauerin Niki de Saint Phalle ist die berühmteste Künstlerin der Ausstellung. Zusammen mit Christa Dichgans, Rosalyn Drexler, Jann Hoaworth, Dorothy Iannone, Kiki Kogelnik und Weiteren zeigen sie die Oberflächlichkeit der Konsumkultur, setzen sich kritisch mit der Stellung der Frau in der Gesellschaft auseinander und thematisieren die Klischees der Massenmedien und Superstarerscheinungen.

Künstlerinnen: Niki de Saint Phalle, Evelyne Axell, Sister Corita, Christa Dichgans, Rosalyn Drexler, Jann Hoaworth, Dorothy Iannone, Kiki Kogelnik, Marisol Escobar

her ARTic impression:

Der besondere Fokus auf weibliche Künstler lässt eine heute äußerst bekannte und beliebte Kunstrichtung in neuem Licht erscheinen. Künstlerinnen wie Nike de Saint Phalle oder Kiki Kogelnik wussten sich in der Kunstszene zu etablieren. Durch solch starke Persönlichkeiten, die ihre Welt aus ungeschönter Sichtweise zeigten, gewann die Problematik der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau an Aufmerksamkeit.

Die Ausstellung bietet verschiedenste Kunst,- sowie Informationsformen zu Female Pop Art an. Der Betrachter wird auf einfache und auch ausführliche Art und Weise an das Thema herangeführt.

Besonders gefallen haben mir die verschiedensten „Stationen“ der Ausstellung, sowie die Auswahl der Künstlerinnen, die einen äußerst vielseitigen und interessanten Einblick auf die Female Pop Art ermöglichen. Nicht nur bloßer Feminismus ist auf den Leiwänden, Filmen oder Skulpturen zu sehen, sondern vor allem eine neuartige Auseinandersetzung mit dem Zeitgeist der 60er, 70er Jahre.

Als etwas störend jedoch, konnte man die „aufdringlichen“ Audioaufnahmen empfinden, die während des gesamten Besuchs zu hören sind und teilweise ineinandergreifen.

Zusammenfassend lässt sich POWER UP – Female Pop Art als Ausstellung mit aktuellem Thema, sowie moderner und aufregender künstlerischer Darbietung definieren. Zu sehen in der Kunsthalle Wien im Museumsquatier bis 20. Februar 2011.

  1. No trackbacks yet.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: