Polaroid Workshop und Ausstellung @ WestLicht

Anlässlich der Feier von 10 Jahren WestLicht und 20 Jahren Leica Shop präsentiert die Ausstellung POLAROID [IM]POSSIBLE – The WestLicht Collection einen Teil der 2009 erworbenen europäischen Polaroid Sammlung. Der historische Bestand von Edwin Land (Erfinder des Polaroid-Trennbildfilm-Verfahrens) umfasst rund 4400 Werke von 800 internationalen Künstlern.  Ebenfalls vertreten sind Arbeiten jüngerer Künstler wie Nobuyoshi Araki, Daido Moriyama oder Stefanie Schneider.

„Der ästhetische Zweck der Sofortbildfotografie ist es, all denen, die ein künstlerisches Interesse an der Welt haben, ein neues Ausdrucksmedieum zu Verfügung zu stellen.“  (Edwin Land 1948)

1947 stellte Edwin Land in New York das revolutionäre Verfahren vor, das fertige Fotografien innerhalb einer Minute produzierte. Als er zwei Jahre später Ansel Adams kennenlernte, der die Kunst der Fotografie ebenso wie die Technik perfekt beherrschte, entstand das geniale Unternehmens- und Sammlungskonzept von Polaroid: Das Sofortbildmaterial wurde von Künstlern und Fotograen erprobt, die so an der stetigen Entwicklung und Verbesserung der Filme mitwirkten. As Mentor der ersten Stunde regte Adams an, Ausstellungen mit den besten Sofortbildern bedeutender amerikanischer Fotokünstkler zu realisieren. Daraufhin kamen in den 1950er Jahren weitere Berater zu Polaroid, unter anderem Minor White, Paul Caponigro und William Clift. Ihre Fotografien bildeten die Grundlage der Polaroid Collection.
Aus der beratenden Tätigkeit von Künstlern ging in den frühen 1960er Jahren ein spezielles Förderprogramm hervor. Es war der Beginn einer langfristigen Zusammenarbeit mit einzelnen Fotografien, die Kameras und Filme in Tausch gegen ausgewählte Werke erhielten. Viele Teilnehmer dieses Sammlungsprogramms waren renommierte Fotografen auf der Suche nach neuen künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten. Daneben war Polaroid vor allem an jungen aufstrebenden Nachwuchskünstklern interessiert.

Die spezifische Originalität und Magie der Sofortbildkunst widmet sich die Ausstellung in vier Kapiteln: INTEGRAL FILM, PEEL APART FILM, POSITIVE/NEGATIVE FILM und INSTAND SLIDE FILM. Die Bilder werden im Kontext der unterschiedlichen Kameras und Filmtypen vorgestellt, bis hin zu den faszinereden Großbildformaten von 50 x 60 cm.

(Quelle: Ausstellungspublikation From Polaroid to Impossible, WestLicht)

 

her ARTic impression:

Der Impossible Shop in Wien organisierte zusammen mit der WestLicht Galerie ein Workshop für Polaroid-Interessierte. Der Workshop umfasste einen Austellungsrundgang im WestLicht sowie die Möglichkeit selbst Hand zu nehmen und verschiedene Techniken und Polaroid-Kameratypen auszuprobieren.

Der Ausstellungsrundgang konzentrierte sich vor allem auf das Vorstellen der Sammlung, sowie die Geschichte (vor allem der technischen Entwicklungen) von Polaroid. Auf einzelne Werke wurde leider kaum eingegangen, sodass der Rundgang relativ kurz fiel.

Beim Workshop präsentierte die Impossible Shop Leiterin Sarah Jungreithmayr verschiedene Polaroid-Kameratypen und ihre jeweilige Funktion. Die entstandenen Fotos wurden zerlegt, um ihre Beschaffenheit zu zeigen, aber auch eine spezielle Technik die das Positiv des Fotos auflöst und auf Papier bringt. Die Filme wurden zur Verfügung gestellt, somit konnte man sich mit verschiedensten Kameras austoben, sich von den Ausstellungsfotos inspirieren lassen und seiner Kreativität freien Lauf lassen. Preis-Leistungsverhältnis stimmte (Anmerkung: ein Film mit 8 Polaroid-Fotos 17,- bis 18,- Euro), optimal wäre es durch einen etwas längeren Rundgang durch die Ausstellung gewesen. Ansonsten empfehlenswert!


 

Ausstellung POLAROID [IM]POSSIBLE – WESTLICHT COLLECTION

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