JR Women are heroes – BLK RIVER Festival Opening

Der französische Künstler JR präsentierte im Rahmen der feierlichen Eröffnung des BLK RIVER-Festivals 2011 seinen Film „Women Are Heroes“, eine Dokumentation, die Einblicke in das Leben von Frauen in Brasilien, Kenia und Kambodscha gibt, die heldenhaft ihren täglichen Kampf gegen sexuelle Repression, Armut und Ungerechtigkeit führen.
Heldinnen in einem sehr realen Sinne, die der Künstler JR nicht nur filmt, sondern auch fotografiert, um dann diese leuchtenden, larger-than-life Porträts der Frauen an Gebäuden und Wänden in ihrer unmittelbaren Umgebung anzubringen, um somit auf ihr Leben aufmerksam zu machen. (www.blkriver.at)
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Frauen mit Geschichten, mit Narben, voller Hoffnung und voller Stärke und doch: ohne Stimme. JR’s Film „Women are heroes“ ist ein Appell an das Menschliche. Die Protagonistinnen sind einfache Frauen aus Favellas, armen Dörfern und Slums, die ihre Lebensgeschichten offenbaren.
Der französische Künstler gibt diesen Frauen eine Stimme und bringt den Spiegel ihrer Seele nach außen. Große Plakate von schwarz-weiß Fotografien zeigen ihre Augen angebracht auf den Fassaden, den Leinwänden der Städte und Dörfer. Nicht um der Kunstwillen, nicht um Ruhm oder Geld handelt es sich, sondern rein um die Geschichte, um die Frauen, um die Menschen, das Menschliche. JR bringt Kunst, wo es sie in der Form nicht gibt und offenbart den Einwohnern eine neue Möglichkeit der Kommunikation, öffnet ihren Horizont und gibt ihnen Hoffnung.
Mittlerweile ist der Künstler weltweit bekannt und erfolgreich. Mit seinem Projekt „Inside Out“ gewann er den TED Prize 2011. „How can art save the world?“ ist die Frage im Laufe seiner Rede. Seine Antwort:“My wish is not to save the world, but to change the world!“

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Die Extraportion Reinheit: JR arbeitet ohne Sponsoren, ohne namentliche Erwähnung von Konzernen. Alle Projekte wurden durch Spenden finanziert.

„Women are heroes“, meiner Meinung nach mehr Kunstfilm, als ein einfaches nettes Kinoerlebnis, konzentriert sich auf die Inhalte und schafft es das Ganze noch schmackhaft für das Auge zu machen. Aufwendig kreierte Zeitraffer und Reverse-Filter bilden die spannenden Effekte im Film. Die Zuordnung „Kunstfilm“, könnte man vielleicht aufgrund dem hohen dokumentarischen Wert bestreiten.

Alles in allem: absolut sehenswert. Nebenwirkungen: Gänsehaut, Tränen, Lachen und Lebensfreude.

P.S.: JR’s Filmtrailer war übrigens mein erster Blog-Eintrag am 11.04.2010 auf artpjf. Wie die Zeit vergeht!

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