Archive for the ‘ Film ’ Category

SERGIO CALDERON – The Space Between

Vor ein paar Tagen habe ich ein Schreiben von Sergio Claderon erhalten, künstlerischer Leiter, Filmemacher und bildender Künstler aus London. Hier eine Auswahl seiner Arbeiten.

Seine minimalistisch, abstrakten Strukturen gefallen mir besonders gut. Einige Motive erinnern an Weltraum Formationen. Die Werkserie „The Space Between“ basiert beispielsweise auf NASA Weltraumbildern.

Mehr auf sergiocalderon.net und flickr.

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Visuals Performance im Centre Pompidou.

 

A. Visualist – Dokumentation über audiovisuelle Performances

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Die Dokumentation A. Visualist ist ein Versuch die Veränderungen in der Dynamik der visuellen Kunst-, Musik- und Filmszene aufzuzeigen, mittels dem Phänomen der audiovisuellen Performances. Unterschiedliche Visual Jockeys (VJs) und weitere Kunstinvolvierte in der Szene stellen ihren Standpunkt zu den audiovisuellen Performances und ihrer Bedeutung als Kunstform, sowie allgemein in der Gesellschaft dar.

Leider konnte ich bisher nichts zur genauen Veröffentlichung des Films finden. Angesetzt wurde sie für Dezember 2011. Man bleibt gespannt…

A documentary film on a journey to capture the essential culture of visual performance of a visualist. The journey take place in Tokyo, Japan and span across the globe in order to capture the example of these visualist.

As the new century arrive, a new art form also been anticipated across the world with computer technology, internet and the ephemeral. A.Visualist represent challenges to all the existing art form by changing the new dynamicism in art movement and the magnitude of visual in art and music and film.

Director/Camera: Jimmy Howe
Editor: Arnau Quiles
Music by Scanner aka Robin Rimbaud
Sound Designer: Matthias Kispert

Cast: Shantell Martin, Ben Sheppee, Michael Faulkner, Matthias Kispert, Alva Noto, Resolume, Dj Spooky aka Paul D. Miller

Subsequently a DVD will be published with extra interviews footage and full length performance including subtitles in two languages. Expected December 2011. (vjforums.com)

Gustav Mahler Lied – Collector’s Edition

Dieses Monat erschien die einzigartige Sammler-Edition „Gustav Mahler Lied Collector’s Edition“ von departure. Die siebenteilige DVD-Edition zum Liedwerk Mahlers verbindet neue Darstellungsformen und kompositorische Neu- und Umdeutungen. Die umfassende Werkschau spiegelt die Bandbreite des Liedschaffens Mahlers wider und lädt zu einer audiovisuellen Entdeckungsreise unterschiedlicher Ansätze und Positionen der Interpretation.

In Wien haben sich in den letzten Jahren spannende Szenen von Visualistinnen und Visualisten und mit sound:frame sogar ein eigenes Festival zur Visualisierung von Musik entwickelt. In Kooperation mit sound:frame-Leiterin Eva Fischer wurden für das Gustav Mahler-lieb lab bewusst sehr unterschiedliche visuelle Ansätze ausgewählt, um eine große Bandbreite von Möglichkeiten für die Visualisierung des Klavierlieds aufzuzeigen. Die Visualisierungen stammen von den führenden österreichischen VisualistInnen annablume, LIA, Luma.Launisch, LWZ, Valence und Victoria Coeln.

Mehr zur Sammler-Edition auf www.departure.at.

Ein Einblick in das Hardcoverbuch -192 Seiten mit Fotografien von Markus Rösse, Grafiken von 3007 und Texten von Wolfang Holzmair, Stefan Niederwieser und Christoph Thun-Hohenstein.

Ein paar Ausschnitte der Szenen:

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JR Women are heroes – BLK RIVER Festival Opening

Der französische Künstler JR präsentierte im Rahmen der feierlichen Eröffnung des BLK RIVER-Festivals 2011 seinen Film „Women Are Heroes“, eine Dokumentation, die Einblicke in das Leben von Frauen in Brasilien, Kenia und Kambodscha gibt, die heldenhaft ihren täglichen Kampf gegen sexuelle Repression, Armut und Ungerechtigkeit führen.
Heldinnen in einem sehr realen Sinne, die der Künstler JR nicht nur filmt, sondern auch fotografiert, um dann diese leuchtenden, larger-than-life Porträts der Frauen an Gebäuden und Wänden in ihrer unmittelbaren Umgebung anzubringen, um somit auf ihr Leben aufmerksam zu machen. (www.blkriver.at)
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her ARTic impression:
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Frauen mit Geschichten, mit Narben, voller Hoffnung und voller Stärke und doch: ohne Stimme. JR’s Film „Women are heroes“ ist ein Appell an das Menschliche. Die Protagonistinnen sind einfache Frauen aus Favellas, armen Dörfern und Slums, die ihre Lebensgeschichten offenbaren.
Der französische Künstler gibt diesen Frauen eine Stimme und bringt den Spiegel ihrer Seele nach außen. Große Plakate von schwarz-weiß Fotografien zeigen ihre Augen angebracht auf den Fassaden, den Leinwänden der Städte und Dörfer. Nicht um der Kunstwillen, nicht um Ruhm oder Geld handelt es sich, sondern rein um die Geschichte, um die Frauen, um die Menschen, das Menschliche. JR bringt Kunst, wo es sie in der Form nicht gibt und offenbart den Einwohnern eine neue Möglichkeit der Kommunikation, öffnet ihren Horizont und gibt ihnen Hoffnung.
Mittlerweile ist der Künstler weltweit bekannt und erfolgreich. Mit seinem Projekt „Inside Out“ gewann er den TED Prize 2011. „How can art save the world?“ ist die Frage im Laufe seiner Rede. Seine Antwort:“My wish is not to save the world, but to change the world!“

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Die Extraportion Reinheit: JR arbeitet ohne Sponsoren, ohne namentliche Erwähnung von Konzernen. Alle Projekte wurden durch Spenden finanziert.

„Women are heroes“, meiner Meinung nach mehr Kunstfilm, als ein einfaches nettes Kinoerlebnis, konzentriert sich auf die Inhalte und schafft es das Ganze noch schmackhaft für das Auge zu machen. Aufwendig kreierte Zeitraffer und Reverse-Filter bilden die spannenden Effekte im Film. Die Zuordnung „Kunstfilm“, könnte man vielleicht aufgrund dem hohen dokumentarischen Wert bestreiten.

Alles in allem: absolut sehenswert. Nebenwirkungen: Gänsehaut, Tränen, Lachen und Lebensfreude.

P.S.: JR’s Filmtrailer war übrigens mein erster Blog-Eintrag am 11.04.2010 auf artpjf. Wie die Zeit vergeht!

Interview IAN PONS JEWELL

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Ian Pons Jewell ist ein spanischer professioneller Filmemacher mit Wohnsitz in London. Ian hat bereits als Produzent und Regisseur bei Bühnenstücken, Musikvideos und als Sound-editor für Langfilme gewirkt, sowie eine Anzahl von Kurzfilmen produziert. Im Interview gibt er Einblick in  seine Herangehensweise im filmischen Prozess, sowie Illustration und Überblick seiner neusten Projekte.

Ian Pons Jewell is a Spanish professional filmmaker residing in London. Ian has worked as producer and director in stage play, music videos and worked as a sound editor for feature length-films and produces a number of short films. In the interview he gives an insight into his approach in the cinematic process, as well as illustration and provides an overview of his latest projects.

artpjf: Stell’ Dich bitte kurz vor.

First give us some general information about yourself.

I.P.J.: Mein Name ist Ian Pons Jewell. Ich bin Filmproduzent und lebe in Elephant and Castle, im Süden Londons in einem ehemaligen Bankgebäude. Vor 6 Jahren habe ich mein Studium begonnen und produziere seitdem meistens Musik-Videos und Kurzfilme. In London habe ich bei zwei kurzen Filmen Regie geführt, die für eine Woche in Dublin zu sehen waren. Ich illustriere auch sehr gerne, meistens wenn ich eine Abwechslung vom Prozess des Filmemachens brauche. Derzeit arbeite ich am Regiebuch für ein Stück von Damian Le Bas, das hoffentlich, im September aufgeführt wird.

My name is Ian Pons Jewell, I’m a filmmaker living in Elephant and Castle, South London. I live in an old bank, staying here until it gets demolished along with the rest of Elephant and Castle. Since starting university about 6 years ago I’ve been making films, with mostly music videos recently, though that will be changing this year. I also illustrate, mostly when I’m a bit fed up of the roundabout process of filmmaking. I have also directed two short plays in London which went on for a 1 week run in Dublin and am currently working on directing a play written by Damian Le Bas, which, fingers crossed, will be performed in September.

artpjf: Ich war fasziniert von deinem Musikvideo für die Englisch/Spanische electronic Band Crystal Fighters, dem erfrischenden neuen Stil des Videos, kreativen Potenzial und seiner Originalität. Beschreibe den Prozess der Entstehung des Stop-Motion-Videos.

I was fascinated by the stop motion music video for the English/Spanish electronic band Crystal Fighters, the fresh style, immense creative potential and originality. Describe the process of the making.

I.P.J.: Die Idee zum Video kam mir nachdem ich einen unglaublichen Kurzfilm von Paul Bush gesehen hatte „Episodes in the Life of Dr Jekyll and Mr Hyde„. In diesem Film tauscht er die Darsteller gegen neue aus, allerdings in ihrer selben Position und löst beim Zurückspielen einen hypnotisierenden Effekt aus. Sie flimmern sich gegenseitig an, und erzeugen dabei eine Illusion ähnlich einem herumwirbelnden Kartenspiel.

Dieser flimmernde Rhythmus fügte sich auf wundervolle Weise zum Track und ich erkannte, dass man auch andere Dinge vertauschen kann als nur die Darsteller. Man sieht also wie das Make-Up und die Kleidung wechseln, sowie die Bilderrahmen, die insgesamt eine Illusion eines in sich bewegten Bildes kreieren. Der Muskelmann basiert auf einen Meth-süchtigen Typen, den ich regelmäßig in LA an einer Eckstraße sah. Er war richtig muskulös, trug enge Shorts, sein Walkman lief und tanzte in seiner eigenen kleinen Welt. Unser Muskelmann wurde gespielt von Roger Waters, der Weltmeister des natürlichen Bodybuildings, der komplette Gegensatz zur Meth-gefüllten Inspiration.

Das Video bedurfte an sehr viel mehr Organisation als ich es gewohnt war. Matthew King, unser großartige DOP (Director of Photography), erwies sich dabei als eine große Hilfe und sah zu, dass wir uns mit der Fülle an Arbeit nicht ins Knie schießen.

Wir benötigten mehrere Aufnahmen und die Besetzung musste mit großer Präzision arbeiten. Christopher Prior spielt den essenden Pianisten; er ist ein talentierter Schauspieler und ich liebe es mit ihm zu arbeiten, also war er von Anfang an für die Rolle vorgesehen. Marie Gabrielle-Rotie (Video) war unsere Hauptdarstellerin. Sie beeinflusst meine Arbeiten sehr und kam mir deshalb sofort in den Sinn.  Beide zuletzt genannten Künstler haben das Video sehr geformt und teilen dessen Inhalt mit. Amy Smith, eine wunderbare Tänzerin, spielt die Rolle der baskischen Hexe.

The video came about from seeing an incredible short film called „Episodes in the Life of Dr Jekyll and Mr Hyde“ by Paul Bush.

In this film he swaps out the performers for new ones, but in the same positions, causing a mesmerizing effect when played back. They flicker between each other, creating an illusion much like the spinning card game which has a cage on one side and a bird on the other.

This flickering rythm went beautifully with the track, and I figured I could also swap other things in the frame rather than just the performer. So we can see the make up, clothes and props change, plus picture frames having the illusion of a moving image within them. The muscle man is based on a meth addicted dancing guy who I saw in LA everytime I’d pass the same corner.

He was pretty ripped, wore tight shorts, had a walkman on, and would just go at it dancing in his own little world. Our muscle man was played by Roger Waters, the world champion of natural body building, the complete opposite of the meth fueled inspiration.

The video required a lot more organization than I was used to, and Matthew King, the superb DOP who shot it and other projects I’ve done, was an immense help in breaking down the shots and being generally on it with making sure we didn’t shoot ourselves in the foot.

It required shooting multiple takes, and having our cast hit their marks with great precision. Christopher Prior plays the eating man / piano man, he’s an actor with great talent who I adore working with, so he was cast from the get-go. Then Marie Gabrielle-Rotie (video) played the lead, she’s also a collaborator and big influence on my work. She came to mind immediately, and so then the narrative was very influenced from casting these two artists. They always inform the content. Amy Smith, a wonderful dancer, played the Basque Witch.

(A recordist travels through london collecting its soundscape)

(A briefcase’s nightmare of the human mind)

artpjf: Deine Kurzfilme sind vor allem beeinflusst von abstrakten, surrealen Inhalten, zum Teil sogar verstörenden Szenen dunkler und fabelhafter Wesen. Was wäre eine allgemeine Botschaft dieser Bilder?

The content of your short films is primary dominated by discrete, surreal, partly even disturbing scenes of fabulous or dark characters. What would be a general message behind those images?

I.P.J.: Ich bin mir über eine allgemeine Botschaft der Filme nicht sicher, aber sie entwickeln sich meist aus unterbewussten anfänglichen Ideen. Ich sitze dabei allerdings nicht vor einem Buch, Bildern, oder vor dem Internet, um die Ideen auf Papier zu bringen. Ich arbeite mehr aus dem Augenblick heraus. Ideen entwickeln sich erst wenn sie bei mir in singularer solider Form erscheinen, dann erst werden sie aufgeschlüsselt, angeglichen und hinzugefügt. Sie erscheinen meist beim Spaziergehen, während ich an unverbundenen Dingen arbeite, schlafe oder träume. Mit Augustus Lullaby zum Beispiel, träumte ich über meine Freundin Jihanne. Dabei sagte sie mir sie hätte eine Lösung gefunden, wie sie mit 5 Dollar die Brust von Cassius Clay anfassen könnte. Als ich aufwachte kam mir dann der Satz „Augustus Lullaby and his Cowboy Thong“ in den Sinn. Ich schrieb das auf und beschloss es als Titel für meinen Film zu nehmen. Der Film endete nicht über Cassius Clay, aber durch ihn kam ich zum Titel, was die Gedankengänge beim schreiben beeinflusst hat. Der Surrealismus entsteht, denke ich, mit der unterbewussten Herangensweise, anstatt einer logischen, mit einer klaren Botschaft versehenen Arbeit. Ich genieße viszerale Filme, und auf dieser Art und Weise zu arbeiten, gefällt mir am besten. Das Dunkle an den Filmen kam mit der Zeit. Während ich studierte waren sie nicht derart „dunkel“. Die Tendenz entwickelte sich seit dem letzten Jahr. Ich bin nicht sehr optimistisch über unsere Gesellschaft und ich denke, dass dieser Gedanke bestimmt meine Arbeiten beeinflusst.

I’m not sure of a general message, but the films come about as initial ideas on a subconscious level. As in, I don’t sit and plow through books, images, the net, building ideas on paper. I work on a more instant level and tend to only go with ideas that come to me in a solid singular form. Only then are these broken down, adapted and added to.

They come about on walks, whilst working on something unrelated, when about to fall asleep, or dream. With Augustus Lullaby for example, I had a dream about my friend Jihanne telling me she had found a scheme whereby she could pay 5 dollars to touch the boob of Cassius Clay, and when I woke I had the sentence „Augustus Lullaby and his Cowboy Thong“ in my mind.

I wrote this down, and decided this was the title to the film I would write. The film didn’t end up being about Cassius Clay, but instead came from the title, which also had embedded atmosphere when I would write it down and think about it.

The surrealism I think comes from them being from a subconscious level without restraint from logic, or worrying as to the message / narrative. I enjoy visceral films, and so making films on a more visceral level is what I feel most comfortable doing. The darkness to them is something I have discovered over time. During university, my films weren’t so „dark“, then tended toward that on the last year. I’m not the most optimistic about the society we live in and I suppose this certainly influences my work.

artpjf: Was ist die größte Schwierigkeit bein Kreieren eines Kurzfilmes?

What’s the main difficulty in creating a short film?

I.P.J.: Ich würde sagen: den letzten Teil abzugleichen mit der Anfangsidee. Ich denke, dass die Idee die ich habe sehr klar in meinen Gedanken geformt ist, visuell als auch atmosphärisch. Für einen Film muss es sich allerdings einem splitternden Prozess unterziehen. Der Grund wieso ich das Illustrieren liebe, ist aufgrund des Augenblicklichen, des Direkten. Es ist ein solidarischer Prozess. Ich könnte schlecht gelaunt sein, ungeduscht, hungrig oder müde, aber immer noch den Stift führen und kreieren können. Am Set ist es anders. Du brauchst ein angemessenes Maß an Selbstvertrauen, musst gut ausgeruht sein etc. Viele Dinge beeinflussen den filmischen Schaffensprozess wie die Crew, die Vorbereitungen, Plan B, C, D etc. Das machte es aber gleichzeitig auch zu einer wundervollen Kunstform. Imstande sein zu kollaborieren und bestimmte Aufgabenbereiche zu lösen mit bestimmten Menschen, die auf diesem Gebiet spezialisiert sind. Kurz gesagt: es ist die in sich kreisende Reise des Filmens, obwohl es gleichzeitig eines der größten Highlights ist.

I would say it’s matching your final piece to the initial idea. I find the idea I have is very clear in my mind visually and atmospherically, but then has to undergo a splintering process in film making. The reason I love illustrating is due to how instant and direct it is. It is a solitary process. I could be in a foul mood, unshowered, hungry and tired, but still be able to put pen to paper and create.

On set it’s rather different, you need to have a reasonable amount of confidence, be well rested etc… A lot of things factor into the making of the film such as the crew, the preparation, the plan Bs, Cs and Ds etc. But, this also makes it a wonderful artform. Being able to collaborate and pass certain tasks to certain people who specialise in this area. So in short, I would say it’s the roundabout journey of filmmaking, though it is also one of the main highlights.

(The Adelphi – Video hier)

artpjf: Deine anstehenden Projekte?

Any upcoming projects?

I.P.J.: Ja, Kleinkram, Pläne und Schemas. Derzeit arbeite ich mit James Hyland, einem brillianter Schauspieler und Schreiber, der bereits bei eins meiner Musikvideos dabei war. Wir arbeiten an einem Spielfilm basierend auf eins seiner Ideen. Phillip Osborne ist ein weiterer wunderbarer Künstler mit dem ich bereits in 1/4″ zusammengearbeitet habe. Wir werden dieses Jahr bestimmt ein weiteres Mal kollaborieren. Dann noch Tim Harrison, der all die Sound-Design Arbeit unserer Filme macht, wird mit mir in einem neuen Kurzfilm arbeiten nachdem wir mit dem Interactive Video fertig sind nächstes Monat.

Dann gibt es noch Damian Le Bas‘ ersten Langfilm den er schrieb und dafür auch eine Förderung bekam. Ich werde beim Film Regie führen, im September wird der Film aufgeführt. Wir haben bereits davor zusammengearbeitet, aber nicht auf einem derartigen Niveau, also bin ich schon sehr gespannt. Es freut mich ebenso mit Gaia Borretti, Editor für die meisten meiner Arbeiten.

Dann arbeite ich auch an einigen Ideen für Kurzfilme, ein interaktives Musikvideo-Projekt und an einem neuen illustrierten Zine Film (Exemplar auf facebook). Ich habe bereits eine limitierte Auflage an Zines, welche mit einer DVD an Filmen erscheinen werden. Ein Sample kann auf www.ianponsjewell.com und www.studiomurmur.com (facebook fanpage) gesehen werden. Falls jemand eine Kopie wünscht, einfach durch die Seite kontaktieren. Ich bin ebenfalls interessiert an Aufführungen, Verträge von Herstellungsfirmen, oder Ähnlichem und einem Agenten um mich als Filmregisseur zu präsentieren, um mein Marketing etwas am Laufen zu bringen.

Yes, bits and bobs, plans and schemes. I am currently working with James Hyland, a brilliant actor and writer who was in a music video I made. We’re working toward a feature film based on an idea he’s had. Phillip Osborne is another excellent artist I work with, who worked on the animation in 1/4″ and so we’ll certainly be working together again this year on stuff. Then Tim Harrison, who does all the sound design work on our films, will be working with me on a new short film after we finish an interactive video in the next month.Then there is Damian Le Bas‘ first full length play he has written and currently finalizing funding for. I will be directing this with a view to perform it in September. We’ve worked together on various pieces before, but not at this level, so it’s very exciting. Then I am also very lucky to always work with Gaia Borretti, the editor of most of my work. This year we’ll be working together closely in the conception stage, rather than leaving it to post.

Then I’m also working on various short film ideas, an interactive music video project and illustrating a new Film Zine (exemplar on facebook). I have a limited edition set of Zines that come with a DVD of films on the front for sale, and now working toward the 2nd edition. A sample can be viewed at both www.ianponsjewell.com and www.studiomurmur.com (facebook fanpage), just contact me through my site if anyone would like a copy. I am also looking for representation and towards being signed with a production company of some sort, or to get an agent to represent me as a director to get my marketing in gear.

NOVA The Film

Ein inspirierender DIY Dokumentarfilm über moderne Kunst und die jungen, aufstrebenden Künstler dahinter. Regie von Isaac Niemand, produziert von ROJO ® in Zusammenarbeit mit BossaNovaFilms.  Der Film gibt Einblicke und über die Künstler und ihre Arbeiten, des Rojo NOVA Kunst-Events, welches im Juli und August letzten Jahres stattfand. Über sieben Wochen lang präsentierte man live-art, Musik und Audiovisuals, Performances, Video Screenings, Gesprächsrunden und Workshops, von und mit über 100 verschiedenen Künstlern aus aller Welt. Bekannte teilnehmende Künstler waren unter anderem Rebecca Ward, KRINK, Max Hattler, Highraff, Mark Jenkins, Robert Seidel, MOMO und Yusk Imai.

(re)designing nature @künstlerhaus

(re)designing nature präsentiert innovative Gestaltungskonzepte von Natur im urbanen Kontext. Zeitgenössische Künstler und Künstlerinnen, Architekten und Landschaftsarchitektinnen zeigen alternative Nutzungskonzepte von städtischen Brachen und ehemaligen Industriearealen auf, entwerfen parasitäre Gärten mitten in der Stadt oder utopische Zukunftsvisionen einer symbiotischen Vernetzung zwischen Kultur und Natur. Die Ausstellung will Anstöße geben, über unser gegenwärtiges Verhältnis zur Natur nachzudenken, und die aktuellen Diskussionen über eine sozial gerechte, ökologisch nachhaltige und ästhetisch zeitgemäße Umweltgestaltung beleben.

Initiative und Koordination: Maria Auböck Kuratoren: Susanne Witzgall, Florian Matzner, Iris Meder

(re)designing nature
Current Concepts for Shaping Nature in Art and Landscape Architecture

(re)designing nature features innovative design concepts for nature in the urban context. Contemporary artists, architects,, and landscape architects present concepts for alternative uses of urban wastelands and former industrial areas, and design parasitical gardens in the middle of cities, or utopian visions of the future involving symbiotic relationships between culture and nature. The exhibition will inspire thought about our current relationship to nature, and infuse life into the most recent debates about socially fair, ecologically sustainable, and aesthetically up-to-date environmental design.

Initiator and coordination: Maria Auböck
Curators: Susanne Witzgall, Florian Matzner, Iris Meder

her ARTic impression:

(re)designing nature ruft  zu einer neuen Denkweise auf und zeigt von innovativen einfachen Konzepten bis weiten illustionistischen Zukunftsblicken eine breite Vielfalt künstlerischer Darbietung, vor allem in puncto neue „grüne“ Gestaltungsmöglichkeiten der „grauen“ Städte. Die Installationen, die im Gegensatz zu den bloßen Konzepten standen, schafften es die gesamte Ausstellung lebendiger und greifbarer wirken zu lassen. Besonders empfehlenswert für zukunftsorientierte Querdenker und Freunde der Natur. Nur noch bis 27. Februar 2011 zu sehen!

KATJA LOHER – Why did the Bees leave?

 

Katja Loher’s Videos, die auf Oberflächen von Wetterballons projeziert werden, zeigen eine anynome Menschenmenge, die beginnt  eine strukturierte Choreographie aus Vogelperspektive zu präsentieren. Dabei wird dem Betrachter das Gefühl vermittelt, er sehe durch ein Mikroskop hindurch und würde ab und an Zeichen, Nummern und Buchstaben erkennen.

“Why did the Bees leave”: Aus einem Makro-Bild der Welt wird langsam auf die Vogelperspektive einer Stadt hineingezoomt.  Weiter geht es zur Blüte eines Baumes in einem Park, hin zu einer  Nahaufnahme, worin man eine Gruppe von „Bienenarbeiterinnen“ sieht, die die Blüte „bestäuben“. Sie erfüllen Aufgaben die 24 Stunden am Tag erfüllt werden müssen, um die Natur in Balance zu halten und die Menschheit zu erlauben auf dem Planeten weiterhin zu leben.

Katja Loher erinnert an den Naturkreislauf der Erde angefangen von den kleinsten Mitgliedern wie den Bienen, die Tag für Tag ihre Arbeit scheinbar grundlos und rein maschinell verrichten, dabei jedoch einen großen Teil im Gesamtkonzept ausmachen.

Mehr zu Katja Loher auf katjaloher.com.

The projected videos, shown on the surface of the weather balloons, consist of a bird’s- eye view of seemingly anonymous crowds of people that begin to perform structured choreographies. As if under a microscope we can study them for meaning, we begin to see that they have formed letters and questions. The Video-spheres insert those questions into the DNA of the planets. These questions are combined with scenes, where the people become numbered parts of a enormous machine of synchronized movement.

The beginning of “Why did the Bees leave” is put together through a communication system Katja Loher calls Video-alphabet, which represents the synthesis of her ongoing exploration of language as featured in most of her works. Video-alphabet is a code where human figures, captured in specific poses, represent a series of symbols, which, in post-production, are assembled into letters of the alphabet with which the artist forms words and questions. Such questions are concise and basic, visually rendered with strong chromatics and understated metaphors, which, notwithstanding an apparent lightness, outline a dramatic statement against man and the world, he has set up.

A macro-image of the world slowly zooms in, initially showing a bird’s-eye view of a city. It continues to zoom onto a blossom tree in a park, ultimately landing on a close-up image of a fruit tree flower where a group of workers attend the work of bees, pollinating the flowers. Workers become part of a machine of a synchronized movement: they perform tasks that need to be done 24 hours a day to keep nature balanced to allow mankind to survive on our planet at its current numbers.

More about Katja Loher on katjaloher.com.

Ausstellungsrückblick WILLIAM KENTRIDGE @ Albertina

Die Albertina zeigte vom 29. Oktober 2010 bis 30. Jänner 2011 in Zusammenarbeit mit dem SFMOMA eine umfassende Retrospektive über das Werk des südafrikanischen Künstlers William Kentridge – Schauspieler, Theaterregisseur und freischaffender Künstler. Die Schau umfasste Arbeiten aus allen Medien – vom Film, Buch bis hin zur Zeichnung und Skulptur.

Kentridge’s Kunst befasst sich vorrangig mit dem Konflikt der Darstellung von Zeit und Bewegung und bezieht sich dabei stilistisch mit der russischen Avantgarde.

In Parcours d’ Atelier stellt Kentridge den Schaffensprozess als Sujet seiner Kunst. Dabei erkennt er in der Produktionsstätte eines Künstlers einen Raum für viele unterschiedliche Entwicklungsmöglichkeiten eines Bildes, in dem sich Sequenzen ergeben können, die als innere Projektionen auf den Prüfstand kommen.

„Das Atelier ist eine Kapsel, nicht nur physisch sondern auch psychisch, eine Art vergrößerter Kopf; das Hin- und Herlaufen im Atelier ist das Äquivalent zu den Ideen, die im Kopf herumschwirren, als sei das Gehirn ein Muskel, wo man Fitness, Klarsicht antrainieren kann.“ W.K.

Weltweit bekannt wurde W. Kentridge durch seine Stopmotion Filme, die er als „steinzeitliches Filmemachen“ bezeichnet, wobei er jede Sequenz manuell als Zeichnung anfertigt; übrig bleibt somit die letzte Sequenz als fertige Zeichnung.

„Ein erstes Bild, ein erster Satz oder eine erste Idee rechtfertigen sich durch die Entfaltung der Bilder, Sätze und Ideen, die das Werk in seinem Entstehungsprozess hervorbrachte. Das unvollständige Ausradieren der aufeinanderfolgenden Zustände jeder Zeichnung wird zu einer Aufzeichnung der Entwicklung einer Idee und zu einem Protokoll über das Vergehen der Zeit.“ W.K.
William Kentridge: Five Themes, a comprehensive survey of the contemporary South African artist’s work, opened at the Albertina October 29th, 2010. Featuring more than 60 works in a range of media – including animated films, drawings, prints, theater models, sculptures, and books – the exhibition is co-organized by SFMOMA and the Norton Museum of Art in West Palm Beach, Florida.
In close collaboration with the artist, the exhibition explored five primary themes that have engaged Kentridge over the past three decades. (albertina.at)

Dealing with subjects as sobering as apartheid, colonialism, and totalitarianism, his work is often imbued with dreamy, lyrical undertones or comedic bits of self-deprecation that render his powerful messages both alluring and ambivalent. Best known for animated films based on charcoal drawings, he also works in prints, books, collage, sculpture, and the performing arts. (moma.org)


more videos on moma.org

her ARTic impression:

Die großangelegte Retrospektive zeigt eine besondere Vielfältigkeit und Komplexität des Werks von Kentridge. Die Kritik an der Politik zieht sich als roter Faden durch sämtliche Werke, die Umsetzung ist allerdings äußerst vielseitig: Lithografien, Kohlezeichnungen, Kurzfilme, Plastiken und obskure Maschinen dienen Kentridge als Ausdruckmittel. Mit der Zeit macht sich der Besucher mit dem Figurenrepertoire vertraut und erkennt Symbole und Bilder in anderen Werken wieder, so z.B. zwei Figuren, die offensichtlich den Künstler selbst versinnbildlichen: Eine sensible Künstlernatur und ihr alter Ego, ein kapitalistischer Großunternehmer; zwei Extreme, die im Kontrast zueinander stehen und unvereinbar scheinen.
Für die Albertina war die Retrospektive eine äußerst frische Darbietung eines noch wirkenden Künstlers. Dennoch, ohne Vorinformation war kein leichtes Verständnis dieser vielschichtigen Arbeiten auf den ersten Blick garantiert – eine starke Wirkung auf den Betrachter hinterließen sie allemal.

(Mitverfasserin/Fotomaterial von: Elisabeth Reith)

Rundgang in der Akademie der bildenden Künste Wien 2011

Die Akademie der bildenden Künste Wien lud zum Rundgang durch die Sammlungen, die Ordinariate und Ateliers des Institus für bildende Kunst, des Instituts für Kunst- und Kulturwissenschaften, des Institus für Kunst und Architektur, des Instituts für das künstlerische Lehramt, des Instituts für Konservierung-Restaurierung sowie des Instituts für Naturwissenschaften und Technologie in der Kunst.

Von 20. bis 23. Jänner 2011 bestand die Möglichkeit auf einem Rundgang den universitären Betrieb kennenzulernen und Einblick in die laufenden Arbeitsprozesse zu gewinnen. Lehrende und Studierende aller Institute freuten sich auf Dialog und Auseinandersetzung mit den BesucherInnen.

The Academy of Fine Arts Vienna offered a tour from 20 to 23 January 2011 through the collections and the departments and studios of the Institute for Fine Arts, the Institute for Cultural Studies, the Institute for Art and Architecture, the Institute for Education in the Arts, the Institute for Conservation and Restoration, and the Institute for Natural Sciences and Technology in the Arts. Students and lecturers were present to answer the visitors‘ questions and open for discussions. Find out more on akbild.ac.at.

(Quelle: Rundgang 2011 – Akademie der bildenden Künste)

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Kunstliebhaber und Akademiefans konnten auch dieses Jahr sich ein Bild angehender junger Künstler Wiens machen. Auffällig beim diesjährigen Rundgang war vor allem die starke Vielfältigkeit der Techniken, Ideen und Umsetzungen der Studenten. Von aufwendigen Installationen, großformatigen Malerein, detailreichen Zeichnungen und experimentellen Videoaufnahmen präsentierte man eine breite Variation künstlerischer Darbietung. Die Möglichkeit vor Ort direkten Kontakt mit den Studenten und Lehrenden aufzunehmen und so mehr über jeweilige Studiengänge zu erfahren, wurde ebenfalls geboten. Regelmäßig fanden in den drei Tagen des Rundgangs ebenso Live-Performances sowie Führungen durch die Akademie statt. Mehr zu den jeweiligen Veranstalltungen, Räumlichkeiten und aktuellen Ausstellungen auf akbild.ac.at.