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XL Kunst in XS Monaco

Das Grimaldi Forum, das Kulturzentrum Monacos, zeigt diesen Sommer in Kooperation mit dem Centre Pompidou die Ausstellung „Extra Large“. Ausgestellt werden vor allem großformatige, monumentale Werke aus der zeitgenössischen und modernen Kunstsammlung des berühmten Pariser Museums. Bekannte Künstlerpersönlichkeiten wie Joan Miró, Jean Dubuffet, Pierre Soulages, Frank Stella, Sam Fancis oder Yan Pei-Ming werden im Konzept der Monumentalität mit ihren XL-formatigen Gemälden präsentiert. Neben den zweidimensionalen Werken enthält die Ausstellung vor allem raumgreifende Skulpturen und Installationen u.a. von Joseph Beuys, Christian Boltanski, Daniel Buren, Sol LeWitt, Anish Kapoor und Bill Viola – insgesamt 4000 m² für 40 Werke.

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her ARTic impression:

Grob gesagt beinhaltet das Ausstellungskonzept XL Werke (und Künstler, im Sinne ihres Bekanntheitsgrades) in XS Monaco zu präsentieren. Monaco ohne Luxus und Spektakel vorstellbar? Mais bien sûr que non!

Es hat mich besonders gefreut all diese, im Raum wohl rhythmisierte, Kunst von so bekannten Namen des 20. Jh. zu sehen, und das gleich alles auf einem Haufen – das letzte Mal hatte ich dieses Vergnügen… oh… ja… im Centre Pompidou!

Der Charakter einer Überblicksausstellung dominierte, kritische Gehirnmasse Fehlanzeige – nicht seitens der Werke selbst, sondern seitens des Ausstellungskonzeptes. Kind of Notorious Big – mais quand même, bravo et merci Monaco – die Kunst war ein genussvoller Augenschmaus.

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Fotos: montecarlodailyphoto.com & eternal-optimist.com

Summer in Monaco + France

My little au pair kid in front of a Marc Quinn @ Musée Océanographique in Monaco. I swear I didn’t let her pose! Anyway, I’m happy to refresh my french again as well as some old childhood memories. And of course, I’ve tryed to check out the contemporary art scene in Monaco. Article about the exhibition Extra Large @ Grimaldi Forum (in cooperation with Centre Pompidou) coming up.

CARSTEN NICOLAI aka ALVA NOTO – Visuelle Soundcodes

Carsten Nicolai, auch bekannt als Alva Noto, versucht eine Trennung der visuellen Kunstrichtungen und musikalischen Genres zu überwinden, um eine ganzheitliche künstlerische Vorangehensweise zu schaffen.

Seine Kunst fokussiert sich auf eine Interaktion zwischen Kunst und Musik, bezogen auf physische sowie psychische Wahrnehmungsphänome. Beeinflusst durch wissenschaftliche Referenzsysteme bedient sich Nicolai oft mathematischer und kybernetischer Modelle wie Gitter und Codes, integriert jedoch gleichzeitig das Fehlerhafte, den Zufall und sich selbst organisierende Strukturen.

Der Künstler arbeitet gänzlich auf digitaler Basis und verwendet das reine Experiment als Ansatz für seinen Schaffensprozess.
Als Alva Noto experimentierte Carsten Nicolai mit Sound, um seine eigenen Codes von Zeichen und Akkustik und seine persönliche visuelle Symbolik herzustellen. Neben Performances in Clubs und Konzerthallen präsentierte der Künstler seine elektronische Musik und audiovisuellen Darbietungen in Museen wie im Solomon R. Guggenheim Museum in New York, Centre Pompidou in Paris oder Tate Modern in London und stellte bereits bei der documenta X sowie der 49. und 50. Biennale in Venedig aus.

(Fotos via forma und frieze)

Mehr auf carstennicolai.de.

Interview mit Electronicbeats Video: Hans Ulrich Obrist talks to Carsten Nicolai

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IVAN ARGOTE – Öffentliche Dialektik

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Heute bin auf Ivan Argote gestoßen und habe mich eine Zeit lang mit seinen Videos beschäftigt, die beim Öffnen der Website ohne Steuerung im Hintergrund abgespielt werden. Auf Pause zu klicken ist nicht möglich und falls man weiterhin an seiner Website interessiert ist, führt ein Weg an die Videos nicht vorbei. Ich klickte mich durch…

Fußgänger die sich lautlos umdrehen und einem schiefe Blicke zuwerfen, ein Mann spricht im Hintergrund und bittet die netten Damen und Herren um ein Geburtstaglied, ein Denkmal verliert seine Bedeutung und sinkt, der Künstler sprayt über ein paar Mondrians im Centre Pompidou.

Ivan Argote fokussiert seine Kunst auf augenscheinliche unbedeutende und oft witzige Situationen. Die Einfälle sind querdenkerisch und überraschen, überfordern teilweise das Publikum. Der Fokus liegt auf die Reaktion des Betrachters die fast zwanghaft evoziert wird. Diese unbedeutenden Situationen in ihrer alltäglichen Form gefangen, weiß der Künstler zu nutzen und entwickelt daraus eine Hidden-Camera-Story mit humorvollen Ansatz.

Ivan Argote lebt und arbeitet in Paris.

Mehr auf ivanargote.com.