Posts Tagged ‘ fotografie ’

Foto des Tages #16

When the lights are out… – Marek Mäemets

Foto des Tages SHOUT. Schickt mir eure Fotos. Mehr dazu hier. info(at)artpjf.com

ARSLAN SÜKAN – While You Are Sleeping

Der türkische Künstler Arslan Sükan verzerrt in seiner Serie „While You Are Sleeping“ Bilder von Gebäuden und Landschaften und spielt mit den Mitteln der Realität und Fantasie.

Durch die verschiedenen Konzeptionen von Dimension und Raum, deformiert er seine Umgebung, um die Möglichkeiten verschiedener menschlicher Aufnahmemöglichkeiten von Transformationen zu erkunden.

Die starken Kontraste und dunklen Farben, sowie dominanten Rottöne betonen die klare Geradlinigkeit, wodurch eine gewisse „Unnatürlichkeit“ seiner Werke bekräftigt wird. Die Szenen wirken dramatisch, fast düster durch die Schwerlastigkeit dunkler Bildpartien.

Arslan Sükan lebt und arbeitet in Istanbul.

Foto des Tages #13

von Luna Ghisetti / Blog: eluena.wordpress.com

Gourmandise parisienne – erste Eindrücke von Paris

Interview mit Antony Crossfield

Vor ein paar Wochen entdeckte ich Antony Crossfield’s Arbeiten zufällig online auf der NYer Klompching Gallery Website und war besonders angetan von seinen Fotografien. Hier nun ein Interview mit dem Londoner Künstler.

artpjf: Bitte stelle dich kurz vor.

artpjf: First give us some general information about yourself.

A.C.: Ich lebe in Hackney im Osten Londons. Ich begann meine Karriere als Maler, aber zurzeit arbeite ich größtenteils mit Photographie.
A.C.: I live in Hackney in east London. I began my career as a painter but am currently working mainly in photography.

artpjf: Beschreibe deinen Arbeitsprozess. Arbeitest du nur auf digitaler Basis?

artpjf: Describe the process of your work. Do you only work on a digital base?

A.C.: Mein Arbeitsverfahren ist beeinflusst von der Malerei. Alle meine Ideen werden anhand von Zeichnungen visualisiert. Die haben sich dann im Laufe der Zeit zu größeren komplexeren Zeichnungen entwickelt. Alles was ich tue transferiere ich letztendlich in ein beliebiges Medium, das für die Idee geeignet scheint. Mein Prozess kann am besten als Malerei mit Fotografie beschrieben werden. Der Kunstkritiker Howard Halle beschrieb das einst gut, als er sagte: „Die Malerei ist ein philosophisches Vorhaben, das nicht immer Farbe beinhalten muss…eine Art die Welt zu bestimmen und weder Wahrheit noch Fiktion ausschließlich repräsentiert, sondern ein wenig von beidem.“
Ich benutze digitale Werkzeuge, um mit der Fotografie zu malen, um Ideen, die die Kamera nicht in in einer einzigen, momentanen Einstellung ausführen könnte, auszufüren. Wie in der Malerei, verläuft mein Prozess langsam und taktweise. Im Gegensatz zur herkömmlichen Fotografie, die einen einzigen Moment der Zeit einfriert, will ich, dass meine Fotografien die Zeit umfassen, und dabei verschiedene Momente in ein einziges Bild sichtbar gemacht werden. Der Sinn einer illusionistischen Ganzheit, die eine gebrochene und unsichere Realität maskiert, ist geschlossen in der Struktur der Fotografie durch das Verschmelzen zahlreicher Fragmente. Sie ist eine Metapher für die Illusion der Ganzheit im fragmentierten Selbst.

A.C.: My process is derived from my background in painting. All my ideas are developed through little drawings. These are progressed over time into larger more complex drawings. Eventually I transfer what I’m doing into whatever medium is appropriate to the idea.
My process can best be described as painting with photographs. The art critic Howard Halle put it well when he said: „Painting is a philosophical enterprise that doesn’t always involve paint…a way of organising the world that represents neither truth nor fiction exclusively but rather a little of both“. I use digital tools to paint with photography in order to pursue ideas the camera can’t express in a single, momentary shot. Like painting, my process is slow, layered and proceeds incrementally. Unlike conventional photography which freezes singular moments of time, I want my photographs to encompass time, distilling multiple moments into a single image. The sense of an illusory wholeness masking a fractured and uncertain reality is embedded in the very structure of the photographs, through the fusing of numerous image fragments, and functions as a metaphor for the illusion of wholeness in the fragmented self.

artpjf: In einigen deiner Arbeiten verwendest du Körperfragmente um befremdliche Formen des Menschlichen zu kreieren. Wie sollte der Betrachter auf deine Werke antworten?

artpjf: In some of your works you use body fragments to create an alienational form of the human kind. How should the viewer respond to your works?
A.C.: Der Betrachter soll physisch wie auch intellektuell das Werk betrachten. Im besten Falle regt das Werk zum Nachdenken an und ruft Fragen und Zweifel hervor über die körperlichen Grenzen, sowie herausfordernde Konventionen über die Relation von Ich und Körper. Aber ich hoffe auch, dass meine Werke eine physische Antwort auf einer starken emotionalen Basis hervorrufen. In einer Art und Weise möchte ich, dass die Bilder verstören, provozieren und Unbehagen schaffen, gleichzeitig aber auch als schön gewertet werden, vielleicht nicht mit dem konventionellen Begriff von Schönheit durch kommerziell retouschierte Körper, aber stattdessen, diese eigenartige Schönheit blauer Geäder unter marmorierter Haut und glitzernden Figuren in dunklen Räumen, die, von meinem Blickwinkel, täuschen und verführen können.

A.C.: I want viewers of my work to respond both viscerally and intellectually. Hopefully the work is thought provoking, raising questions and doubts about the body’s boundaries as well as challenging conventions about the relation between the self and the body. But I also hope the work can trigger an almost physical response at a gut level. In some sense I want the images to disturb, provoke and create unease but I also think there is beauty in them too, perhaps not the conventional beauty of commercially retouched bodies, but instead, the strange beauty of blue veins under mottled skin and glistening figures in darkened rooms which, to my eye, can beguile and seduce.

artpjf: Haben die „Foreign Bodies“ spezielle Eigenschaften? Wie verhalten sich die Persönlichkeiten und welche Beziehung haben sie zueinander?

artpjf: Have the „Foreign Bodies“ special characteristics? How do both personalities behave together and what kind of relationship do they have?

A.C.: In der Serie „Foreign Body“ versuche ich die traditionelle Idee des Körpers als Raum des Ichs zu hinterfragen und untergraben, und es stattdessen als offen, porös und als Ort der Interaktion zwischen Körpern zu präsentieren. Ich versuche eine neue Art der Portraitierung zu finden, die zeigt wie die Figuren und die Welt sich vermischen, um den Austausch und das Wechselspiel der Körper, deren Umgebung und Sonstiges zu porträtieren; um die Fluidität, Instabilität und die sich wechselnde Natur der Körper und des Ichs zu betonen und die lange historische Tendenz des Portraits einer Selbstidentität als statisch-gleich, bestimmt und wohlbehalten im Körper enthalten, zu interminieren.
Bisher habe ich mich vor allem auf den nackten männlichen Körper fokussiert, da ich in den anspruchsvollen Koventionen der Portraitierung von Männern durch die Kunstgeschichte interessiert bin, wie auch die dominante Konvention in der Geschichte des Akts von männlichen Künstlern, die Frauen portraitieren, um sie umzukehren und dabei zu objektivieren. Die Beziehung zwischen den Figuren ist geprägt von einer Unischerheit und Abhängigkeit. Unsicherheit bezüglich dem Ende und dem Beginn, Abhängigkeit bezüglich den eigenen Sinn des Ichs. Deren Körper fixieren nicht mehr die Idee des Ichs, sondern sind vielmehr der Wirkungsraum wo das Ich umkämpft wird.

A.C.: In the series „Foreign Body“ I am trying to question and undermine the traditional idea of the body as a vessel for the self and instead present it as as open, porous and a place of interchange between bodies. I am trying to find a new way of portraying people that shows how they and the world intermingle, to portray the exchange and interplay between the body, the other, and their surroundings. To emphasise the fluidity, instability, and changeable nature of the body and the self and undermine the long historical tendency to portray self identity as somehow static, fixed and safely contained within the body.
So far I have mainly focused on the naked male figure as I am interested in challenging conventions of portrayals of men throughout art history as well as reversing the dominant convention in the history of the nude of male artists portraying women, and thereby objectifying them. Portraying the naked body as vulnerable and penetrable and not as a place of control or self mastery has extra resonances when the model is male.
The relationship between the figures is one of uncertainty and dependence. Uncertainty as to where one ends and the other begins and dependence on the other for their own sense of self. Their bodies no longer secure the idea of self, but rather are the domain where the self is contested.


artpjf: Erzähl uns ein wenig über die „War Dance“ Serie.

artpjf: Tell us a bit about the series „War Dance“.

A.C.:
War Dance ist eine Serie von Bildern die Maskulinität und die Repräsentierung des männlichen Körpers behandelt. Ich fotografierte Models besetzt im „Krieg des Ziehens“ – ein Kräftemessen, indem man eine Schnur in die entgegengesetzte Richtung zieht. Durch digitale Manipulation wurde die Schnur entfernt, sodass man nur die gekrümmten Körper der Models sieht, die sich abseihen und in einer Art und Weise gestikulieren, die ohne Schnur eigentümlich wirkt. Durch diese simple Intervention im Bild ist die Dynamik des Bildes völlig verändert: die Figuren scheinen in einem eigenartigen Tanz besetzt und vielmehr auf einander zuzugehen als sich gegenseitig wegzuziehen. Die vermeintliche „raue Kraft“ der maskulinen Stärke, mit ihrer Assoziation einer authentischen Expression ist auf bestimmte Art und Weise lächerlich und theatralisch ausgeführt und ist auf ein rituales Tanzen ohne wahre Substanz reduziert. Die Beleuchtung betont diese theatralische Qualität – wie ein Schatten-Puppentheater, alles ist Illusion.

A.C.: War Dance is a series of pictures that examine masculinity and presentations of the male body. I photographed models engaged in a ‚tug of war‘ contest – a contest of strength by pulling on a rope in opposite directions. Through digital manipulation the rope has been removed leaving only the contorted bodies of the models, straining and gesticulating in ways that seem odd without the rope. Through this simple intervention in the picture the dynamic of the image is completely changed: the figures almost appear to be engaged in a strange dance, appearing to reach toward one another rather than pulling apart. The supposed ‚raw power‘ of masculine strength, with its associations of authentic and unmediated expression, is subverted and rendered somehow ridiculous and histrionic, reducing it to a kind of ritual dance lacking real substance. The lighting emphasises this theatrical quality – like a shadow-puppet theatre, all is illusory.

artpjf: Aus deiner Sicht, wie wird der Körper in unserer Gesellschaft wahrgenommen? Welche Rolle spielt er heutzutage?

artpjf: From your point of view, how is the body to be placed in our society? What role does it play nowadays?

A.C.: Der Körper ist einer stetig wachsenden Überwachung, Druck und Missverständnissen ausgesetzt. Wir leben in einer Zeit gewaltigen technologischen Fortschritts, wobei Fotografien so einfach verformt und entstellt werden, um falsche Bilder zu kreieren, die dennoch die Autorität einer Dokumentation tragen. Ich bin vor allem daran interessiert wie dieser falsch platzierte Glaube in der Wahrhaftigkeit des fotografischen Bildes unser Verständnis des Körpers bestimmt, vor allem seit unsere Kultur von solch einer Metaphorik dominiert wird; und wie solche Abbildverzerrungen den Blick auf uns selbst verformen und sich sogar physisch auf den Körper manifestieren.

A.C.: The body is subjected to ever increasing scrutiny, pressures and misunderstanding. We live in an age of huge technological advances whereby photography can be so easily altered and distorted to create false images that somehow still carry the authority of documentary evidence. I’m particularly interested in how this misplaced belief in the veracity of the photographic image affects our understanding of the body especially since our culture is dominated by such imagery. And how such distortions can warp our view of ourselves and even come to manifest themselves physically on the body.

artpjf: Was ist in nächster Zeit von dir zu erwarten?

artpjf: Any upcoming projects?

A.C.:Viele neue Projekte sind in Arbeit, hoffentlich werde ich einige bald auf die Website www.antonycrossfield.com online stellen können.

A.C.:
Lots of new work in development, hopefully I should be able to present some of it on my website www.antonycrossfield.com soon.

World Press Photo 2011 + Objektiv 2011 @ WestLicht

In diesem Jahr zeichnete die Jury 56 Fotografen aus 23 Ländern in neun Kategorien aus. Eingereicht wurden insgesamt 108.059 Bilder von 5.847 Fotografen aus 125 Ländern. Die Bilder wurden nach ihrem Nachrichtenwert und der kreativen Leistung des Fotografen bewertet. Alle preisgekrönten Fotografien des Wettbewerbs werden in einer Wanderausstellung gezeigt.

Nach den Richtlinien von WORLD PRESS PHOTO müssen die Fotos des Jahres von „großer fotojournalistischer Bedeutung“ sein und sich durch „außerordentliche Qualität der visuellen Perzeption und Kreativität“ auszeichnen. Mit anderen Worten: die Bilder werden aufgrund ihres Nachrichtenwerts, ihres Inhalts und des individuellen, stilistischen Herangehens an diesen Inhalt ausgewählt.

Jährlich sehen 2,5 Millionen Besucher in 45 Ländern die World Press Photo Wanderausstellung.

Zusätzlich zeigt Westlicht Objektiv 2011. Canon und APA – Austria Presse Agentur vergeben jährlich den Pressefotopreis „Objektiv“. Der mit 24.000 Euro Warenwert dotierte Wettbewerb wurde 2011 zum sechsten Mal in Folge vergeben. Ausgezeichnet werden Fotografien, die stärkste inhaltliche Aussagekraft mit höchsten ästhetischen, technischen und gestalterischen Qualitätsstandards verbinden.

(Quelle: westlicht.com)

her ARTic impression:

Spannende und emotionsreiche Fotografien auf internationaler Basis. Die „außerordentliche Qualität der visuellen Perzeption und Kreativität“ überwiegt jedoch in einigen Fällen den Nachrichtenwert. Ein Großteil der Fotografien ist stark „sensationsgeladen“, vor allem in puncto Brutalität. Gleichzeitig öffnet die Ausstellung dem Betrachter die Augen und befasst sich mit Motiven wie Leiden, Tod und Trauer, was gesellschaftlich allzu oft negiert wird. Die Wanderausstellung ist für all die empfehlenswert, die das Jahr in seinen spannendsten und bedeutungsreichsten medialen Ereignissen nochmal Revue passieren möchten.

Fotos von Dimitri Aschwanden. Mehr auf facebook und flickr.

ARAS KARIMI – ohne Titel

Aras Karimi sieht das Medium der Fotografie als eine Beziehung zwischen Licht und Film: Licht als spielerischer Akteur und Film als seriöser Registrator. Licht ist das Subjekt seiner Arbeiten. Ungleich üblicher fotografischer Prozesse, erstellt der Künstler keine Szenerien, die eine Geschichte offenbaren, sondern zeigt sein Subjekt als den Erzähler selbst. Karimi stellt ihn in subtiler, aber doch gefühlvoller Art und Weise dar.

Alle Fotografien sind ohne Titel. Dadurch erhält der Betrachter die Chance eigene ungebundene visuelle Erlebnisse zu erfahren, während sie mit dem vom Künstler erschaffenen Ausdruck koinzidieren. Die Fotografien sind demnach eine Reflexion einer Vision, einer Emotion des Moments ohne jeglichen rationalen Sinn.

Mehr auf araskarimi.com.

JOYKIX aka Fabrizio Longo – Luminescent Frictions

Joykix lernte ich auf der STROKE Urban Artfair 2011 in München kennen und war begeistert von seinen Arbeiten. Via Mail schickte er mir sein Portfolio zu. Hier nun ein Feature des italienischen Künstlers Joykix aka Fabrizio Longo.

Das Licht findet eine führende Rolle in den Arbeiten von Joykix. Urbane Landschaften, Ausblicke und Öffnungen modifizieren die Wahrnehmung der Orte, schwebend zwischen Realität und Halluzination. Die Fotografien bilden eine Art visuelle Skizzen einer Untersuchung des Stadtgefüges. Die Bilder erfassen keine Strukturen, oder Szenerien, sondern Luft und Licht. Jede Sequenz bildet eine Serie optischer Metaphern. Joykix schafft eine scheinbare Dreidimensionalität, indem er die Fotografien durch ein von ihm entwickeltes Verfahren auf Plexiglas druckt und somit einen doppelten Lichtreflex beim Betrachten seiner Bilder erzeugt: den realen und abgebildeten. Letztendlich trügt diese Dreidimensionalität und die Fotografie bleibt in seiner Fläche reduziert.

Joykix, aka Fabrizio Longo wurde in Mailand im Jahr 1964 geboren und studierte Szenographie an der Brera Akademie der Bildenden Künste. Er gründete eine Set-Design-Firma und arbeitete als Bühnenbildner für Firmenveranstaltungen und Tagungen. Er spielte eine zentrale Rolle in der Mailänder „Underground-Szene“ der 80er und 90er Jahre und war Mitbegründer von Virus und Helter Skelter zwei bekannten Clubs in Mailand, wo er kulturelle, künstlerische und performative Veranstaltungen organisierte. Zu dieser Zeit führte er serielle fotografische Projekte mit Schwerpunkt auf die verlassenen Industriegebiete Mailands. Seit 2008 konzentrieren sich seine Arbeiten primär auf Bildende Kunst und Fotografie.

Für mehr Infos joykix(at)tin(dot)it kontaktieren.

Joykix @ Stroke Urban Artfair 2011 München

Magie des Objekts @ Leopold Museum

Der Künstler und Kurator Fritz Simak zeigt im Leopold Museum erstmals eine Auswahl von Photoarbeiten aus dem SPUTNIK Fundus, bestehend aus der Sammlung Andra Spallart und der Sammlung Fritz Simak. Rund 200 Werke bieten eine faszinierende Zusammenschau und Gegenüberstellung historischer Aufnahmen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts mit Werken zeitgenössischer Photographie. In neuem, oftmals überraschenden
Kontext werden bekannte »Klassiker« der Photographie mit weniger bekannten, aber nicht minder wichtigen Beispielen präsentiert.

In einzelnen Themengruppen stehen sich historische und zeitgenössische Photographien gegenüber, Künstler unterschiedlicher regionaler Zugehörigkeit werden nebeneinander präsentiert. So fügt sich zum Beispiel die zarte Blumendarstellung aus der Serie »Wildnis« des zeitgenössischen Photokünstlers Robert Zahornicky von 1999 nahtlos an einen Naturselbstdruck aus der k. k. Staatsdruckerei Wien aus dem Jahr 1853. Das Photo einer zweigeteilten Zwiebel der deutschen Bauhausphotographin Elsa Thiemann aus den 1930er Jahren hängt neben der Darstellung einer durchschnittenen Artischocke, die 1930 vom Amerikaner Edward Weston festgehalten wurde. Schließlich stellt der Kurator die »Self service indoor sculpture« des österreichischen Konzeptkünstlers Erwin Wurm von 1999 einem in Pose gebrachten weiblichen Akt des Photostudios Manasse aus den 1920er Jahren gegenüber.

Zahlreiche weitere Werke unterschiedlicher Epochen fügen sich in der Ausstellung assoziativ und höchst anregend unter eine gemeinsame thematische Klammer. Die Ausstellung zeigt unter anderem Photoarbeiten von Berenice Abbott, Ansel Adams, Herbert Bayer, Harry Callahan, Giovanni Castell, Madame D´Ora, Alfred Ehrhardt, Ernst Haas, Leo Kandl, Hans Kupelwieser, Elfriede Mejchar, Richard Misrach, Wolfgang Reichmann, Aaron Siskind, Josef Sudek, Arthur Tress, Todd Watts und Edward Weston.

(Textquelle: www.leopoldmuseum.org)

her ARTic impression:

Die ungewohnten Gegenüberstellungen der Bildstrecken fordern den Betrachter zum aktiven Sehen auf. Leben und Tod, Fleisch und Gras, Reales und Imaginäres, Natürlichkeit und Künstlichkeit sind einige der motivischen Gegenüberstellungen, die die höchst spannende Vielseitigkeit der Ausstellung bilden. „Magie des Objekts“ verfolgt eine klare Antihistorik und motivische Gegenästhetik in der Auswahl der Werke, sowie ihrer Platzierung. Historische und zeitgenössische Photographien stehen sich gegenüber. Der Betrachter wird dazu aufgefordert eigene Vorstellungen zur Geschichte des Werks zu entwickeln. Die belehrenden Texte bleiben aus, die Konzentration liegt auf die künstlerische Eigenständigkeit der Werke. Für diejenigen, denen die Ausstellung zu wenig Text bietet, empfehle ich die lesenswerten Aufsätze im Katalog, die bei dortigen Sitzmöglichkeiten konstenlos zur Verfügung gestellt sind.

Eine Führung vom Kurator folgt am 25. August um 18 Uhr.

Preise:
(mehr unter leopoldmuseum.org)

Erwachsene 11,00 EUR
Freier Eintritt: Presse, Fremdenführer, LM-Museumsfreunde, ICOM (alle mit Ausweis), Kinder bis 7 Jahre
Ermäßigungen gegen Ausweis: Schüler, Lehrlinge, Studenten bis 27 Jahre, Präsenz- und Zivildiener, Beschäftigungslose, Behinderte, Kriegsversehrte, Kunsthistorikerverband, Kunstvermittlerverband, Mitarbeiter von Hauptsponsoren, Gebührenbefreite 7,00 EUR
Senioren 8,00 EUR
Familienkarte: 2 Erwachsene + bis zu 3 Kinder (unter 18 Jahre) 23,00 EUR

Interview The AIRimages Collective

AIRimages ist ein Künstlerkollektiv bestehend aus 3 Mitgliedern –  Bettina John (Fashion-Designerin), Jaime Lene (Fotograf) und Sébastien Freuler (Graphik-und Motion Designer). Im Interview erzählen sie über ihre interaktiven öffentlichen Arbeiten mit Schwerpunkt auf das Materialisieren von Konzepten.

artpjf: What is your definition of “AIRimages“?

Bettina John | Co-founder of AIRimages: AIRimages is a form of art making that doesn’t limit itself to the object and the materialisation of concepts. It is a process-led way of working that is concerned with more than just the results. The process embraces the inclusion of unpredictable events rather than just realizing what was.

“AIRimages ist eine Kunstform bei der es nicht hauptsächlich um die Produktion von Objekten geht und um das Materialisieren von Konzepten. AIRimages arbeiten prozeßhaft und nicht nur ergebnisorientiert. Der Prozess ist darauf eingestellt unbekannte Größen mit einzubeziehen.”

Jaime Leme | Co-founder of AIRimages: I think the term ‘AIRimages’ represents the fact that we work with the raw material we find around us in everyday life, things that are “in the air”, at the streets and around our daily routine. The pictures and projects we create are interactive and depend on the participation of the public that happen to be at the environment we choose to perform in.
Another reason to be called AIRimages is because of the over saturated amount of ‘images’ around us: outdoors, magazines, internet, TV, cinema… Images are so present in our visual perception of reality that one can say that they merge with reality. Images are surrounding us everywhere, like air.

“Acho que este nome representa o fato de trabalharmos com o que esta ao nosso redor no dia-a-dia, “coisas que estão no ar “, nas ruas, na rotina. As fotos e eventos que produzimos são interativos e dependem da participação do público em algum ponto da cidade.
A outra definição se deve ao fato das imagens veiculadas pela midia estarem ao nosso redor em outdoors, revistas, tv e internet constantemente, de maneira que elas se fundem com a realidade. As imagens estão em todo lugar, até no ar …”

Sebastien Freuler | Co-founder of AIRimages: AIRimages brings together a wide range of contemporary visual languages. It questions, deconstructs, reconstructs and recontextualises them. It is an interdisciplinary and multicultural process of art making, which constantly focuses and compares two visual worlds; the images produced by the controlled environments of the mass media and the images made in spontaneous and uncalculated environments.

“AIRimages réuni un grand nombre de langages visuels contemporains. Le movement questionne, deconstruit, reconstruit et recontextualise ces langages. C’est un processus de création d’art qui est interdisciplinaire et multiculturel. AIRimages prête l’attention et compare constamment ces deux mondes visuels; un monde d’images produites dans l’environnement des médias et un monde d’images crées d’une façon spontanée et improvisée.”

artpjf: How do you interact in an art collective? Does each one of you have a specific role and know exactly what his function is or is there someone who is a type of leader?

Bettina John | Co-founder of AIRimages: Everybody has their role, yet the areas are almost seamless. Everyone of us is also interested in what the other is working on, observing and then having influence on its realisation. Conceptually we work together one hundred percent but everybody gives a slightly different input and perspective on the subject. A constant exchange is ideal so everybody knows what the other is trying to do.

“Jeder hat seine Rolle und dennoch sind die Übergänge fließend. Jeder von uns ist auch an der Disziplin des Anderen interessiert und wirkt in deren Umsetzung mit. Konzeptionell arbeiten wir alle zusammen aber Jeder bringt einen anderen Aspekt in die Diskussion. Ein ständiger Austausch ist ideal sodass jeder weiß was der Andere für Ziele verfolgt mit dem was er macht.”

Jaime Leme | Co-founder of AIRimages: We don’t like the idea of having a hierarchy; it’s better to leave as much space for new ideas as possible. When we collaborate with a new artist, we prefer not to suggest how they should participate, instead we would like them to tell us what they would like to do. Then we sit and discuss possible ideas to accommodate everyone’s wishes. To collaborate with professionalism from a variety of different disciplines (photography, fashion and multimedia) helps to create the initial directions to get started, but as always this workflow is subject to change at any stage.

“Nós não gostamos da idéia de hierarquia. Damos mais ênfase a deixar espaço para a troca de novas idéias sobre como sera realizado um projeto. O fato de termos estudado areas criativas que se complementam, ( como fotografia, fashion design, animação e multimedia) ajuda a estabelecer as diretrizes do que vamos fazer, mas estamos abertos a trocar as funções e experimentar algo novo. Quando recebemos artistas convidados para desenvolver um projeto, mais importatnte do que darmos tarefas para os participantes é fazer com que eles próprios se posicionem sobre como querem colaborar. Daí temos um tempo para nos reunirmos e discutir melhor como cada um deve agir. Desse modo evitamos estar insatisfeitos com alguma tarefa e se torna mais interessante as possibilidades.”

Sebastien Freuler | Co-founder of AIRimages: We are all specialised in different domains of image making: photography, fashion, graphic design, performance, film and animation; yet we also share and exchange our knowledge wit each other and feed our different perspectives into each project. There is no real leader so things are lead by spontaneous ideas and impulses that are then developed collectively. Our projects are a constantly considered as work in progress and can evolve into something different from one moment to the next.

“Nous sommes tous spécialistes dans différents domaines de la créations d’images: photographie, mode, graphisme, performance, film et animation; mais en même temps nous échangeons chacun nos savoirs et nourrissons nos projets de nos différents point de vues. Il n’y a pas vraiment de chef de projet, donc les idées se développent de manière spontanée suivant les impulsions puis ensuite elles sont ces idées sont développées collectivement. Nos projets sont constamment considérés comme travaux en cours car on peut à tout moments y remettre un nouveau grain de sable.”

artpjf: A lot of your projects are of a participatory nature. What are the positive and negative aspects when working with different people that intervene in your projects?

Bettina John | Co-founder of AIRimages: The more minds think about something, the more accomplished and interesting it becomes. As ideas bounce back and forth they become stronger and more mature . Sometimes that can be confusing and we have to abandon an individuals idea in favor of a collaborative process, even if there are precious to them. That doesn’t always work but most of the times we are actually happy with how the ideas have developed.

“Je mehr Köpfe über etwas nachdenken desto überlegter ist die Arbeit und damit spannender. In diesem Prozess, bei dem die Ideen ständiger Hinterfragung unterliegen, gedeihen und reifen sie. Manchmal kann das zu Verwirrung führen. Es ist nicht immer einfach nicht das letzte Wort mit seiner Idee haben zu wollen und nicht immer einfach zuzulassen, wie sich die Idee verändert. Immer funktioniert das nicht, aber meistens sind wir doch glücklich mit der Weiterentwicklung der Ideen.”

Jaime Leme | Co-founder of AIRimages: Our project is participatory in two different ways: first and foremost we collaborate with other artists to organize an event. Then, the public joins us and participates during the event.
The positive aspect is the possibility to work with artists of different creative backgrounds, as this opens the possibility of learning different ways of seeing art and images. The negative point is that sometimes it’s not that easy to channel different participants into one main idea, but in that case it’s important to learn from one’s mistakes…

“Nosso projeto é participatório sob dois aspectos: primeiro quanto aos artistas que fazem parte da produção. Depois quanto ao publico presente que convidamos para interagir conosco. Nos dois casos, o ponto positivo é podermos conversar e expor idéias de maneira livre e ludica rapidamente. Funciona quase como um workshop. Não vejo nenhum ponto negativo, sempre há algo para se aprender.O ideal é que em algum momento nossa interação produza uma espécie de “performance improvisada pelo publico “em publico”. Se conseguimos quebrar a rotina e trasformar o momento em um acontecimento coletivo, consiguimos atingir nosso objetivo.”

Sebastien Freuler | Co-founder of AIRimages: The positive aspect of working with large collaborative groups is that there is a constant renewal and flow of ideas. The only negative point is that it can get hard to harness the outcome of this vibrant flux of ideas. It is really about balancing outside ideas with the original concept, to make sure the latter is not totally lost.

“Les points positifs apportées par la collaboration avec de nombreuses personnes, c’est qu’il y’a constamment un renouvellement d’idées. Le seul point négatif c’est qu’il est parfois difficile de acquérir un résultat clair à cause du flux débordant d’idées. C’est un jeu d’équilibre: d’un côté il faut laisser rentrer les idées extérieures et d’un autre, il faut assurer que le concept original n’est pas complétement perdu.”

artpjf: „A visual discussion on Pop“ is a selection from one of a series of photographic projects that is underway. What does this project consist of and would you define yourself as pop?

Bettina John | Co-founder of AIRimages: We are not pop at all and that was a reason for us to discuss what pop is and what one has to know to do the „POPtalk“. A lot of artists are not very immersed in pop culture yet they are made into pop. With our work it’s rather difficult since we have successfully defied all categories. Sometimes that is a problem since the industry only works in categorizations. You’re either art or fashion or fine art photography or performance art or theatre and so on.

“Ich würde uns keinesfalls im Bereich Popkutlur verorten, was ein Hauptgrund für uns war uns mit dieser mal etwas zu beschäftigen und sie besser zu verstehen. Wir wollen wissen, was es braucht, um mitreden zu können. Viele Künstler haben wenig am Hut mit Popkultur und werden denoch, wenn populär genug zu Popkultur gemacht. Mit unserer Arbeit ist das nicht so einfach, weil es schwierig ist sie zu kategorisieren, eine wichtige Vorraussetzung, um etwas konsumierbar zu machen. Man ist entweder im Bereich Kunst, Mode, Kunstfotografie, performancekunst usw. zu verorten. Befindet man sich irgendwo dazwischen kann man leicht übersehen werden.”

Jaime Leme | Co-founder of AIRimages: This project consists in a series of interactive techniques to engage the participants to reenact their favorite pop icons. What we want to raise are questions like:
How does media changed our perception of reality?
Are we influenced by Pop icon’s images in our lifestyle?
If so, is that good or bad?
I think that the idea of POP is to create an image that is recognizable by a lot of people at the same time. I think this is an interesting aspect of contemporary culture but what I don’t really like about it is that normally the image is manipulated to trick us and generally another idea is concealed behind the image itself.

“Questões como: como a midia em geral mudou nossa percepção da realidade? As imagens veiculadas pela midia resultam em alguma mudança em nossa vida no moddo como agimos? Isso é bom ou ruim? Estas questões estão sepre presentes em nossos projetos, portanto quando incorporamos um novo tema, nós tentamos exlorar aspectos dessas mesma questões sob certo ponto de vista, como POP art. As mesmas questões poderiam ser respondidas sobre oponto de vista do jornalismo, do Mercado de trabalho, sobre questões sociais…”
“Acho que a idéia de ser pop é querer que sua imagem seja reconhecida facilmente por muitas pessoas ao mesmo tempo. Sob o aspecto de comunicação visual, acho isto muito interessante porque se torna uma verdade manipulavel ! Não me considero uma pessoa pop, acredito mais no relacionamento real ao virtual. Mas acho interessante entender como este processo é usado, de certa maneira me ajuda a entender minha própria maneira de ser e o que penso da realidade.”

Sebastien Freuler | Co-founder of AIRimages: We do not follow a particular category of contemporary art but instead try to understand ‘categories’ and situate ourselves in opposition to them.

“Nous ne cherchons pas à rentrer dans une catégorie d’art contemporain, mais nous cherchons plutôt à comprendre ses categories et à y faire oppostion.”

artpjf: Your website has an exceptional style. In what way is Airimages reflected in some of the sentences like „Information is emptiness“ ! or ‚Do you not want to escape the myth sometimes‘ or ‚We proclaim the end of images…. BASTARDS‘?

Bettina John | Co-founder of AIRimage: These expressions play exactly along these lines so as not to belong to categories that are just surface and are just there to catch people’s attention. But that does not mean there is anything behind it. They are just a package. ‚We proclaim the end of images‘ is the assumption that our extensive consumption of images will lead to their end and redundancy. They are becoming a facade with no depth. If you look at most of fashion photography; behind it there is just one intention: to sell a product. There is no real event.

“Diese Worte sind eine Reaktion auf genau die oben angesprochenen Kategorisierungen, die einzig dafür da sind um Aufmerksamkeit zu bekommen.
„Wir rufen das Ende des Bildes aus” ist die Annahme, dass unser übermäßiger Konsum von Bildern zu deren Ende führen wird. Bilder sind nur noch Fassade ohne tieferen Sinn. Schaut man sich den Grossteil der Modefotografie an, sieht man nur Oberfläche und die Absicht zu verkaufen. Mit unseren interaktiven and partizipativen Performances laden wir ein sich mit Bildern im spielerischen Sinne und vor allem erlebnisorientierten Sinn auseinanderzusetzen und im Idealfall die Sprache der Bilder in der heutigen Medienwelt besser zu verstehen.”

Jaime Leme | Co-founder of AIRimages: I think it reflects our irony towards the manipulation of images published by the media !

“Acho que estas frases são um ironia quanto a manipulação que a media produz `as suas imagens, manipulações normalmente relacionadas ao consumo por traz da mensagem.”

Sebastien Freuler | Co-founder of AIRimages: Our website is an essential piece of the existence of AIRimages, it has to portray our philosophy and how this relates to the language of the web and at the same time portray us as individuals. The first page acts as a portal reflecting our commons thoughts. For me the sentences found on the page act as a device plunging people into the mindset of AIRimages. They are words that provoke and conjure up thoughts.

“Notre site web est une pièce essentielle pour l’existence de AIRimages, c’est une platform qui sert à refléternotre philosophy de travail et comment cela s’accord avec le langage du web. Ce site nous démontre comme individus et comme collaborateurs. Le portail d’entrée met en avant nos pensées collectives. Pour moi les phrases que l’on trouve sur cette page agissent comme un outil pour plonger l’utilisateur dans la mentalité de AIRimages. Ce sont des mots provocateurs pour évoquer des pensées.”


artpjf: What projects do you have in store for the future?

Bettina John | Co-founder of AIRimages: We have just finished a performance at the Roundhouse where we looked into our celebrity culture; this performance involved much advanced planning. It is still the idea of pop and identity that concerns us. At the moment we are speaking to old and very old people about their past and their role models and ways of entertaining themselves. We hope to get some answers to where the future of the image lies.

“Wir hatten gerade einen Auftritt im Londoner Roundhouse. Die Arbeit, die wir dort präsentierten (VipTalk), thematisiert unsere heutige Vipkultur und den damit verbunden Hype von Stars. Wir beschäftigen uns immernoch mit Identität und damit im Zusammenhang stehend der Popkultur. Im Moment stehen wir gerade in regen Kontakt mit alten und sehr alten Leuten, die sich einmal wöchentlich in einem Zentrum für Ältere (DAGE) in Deptford, London, treffen und sprechen mit diesen über deren Vorbilder und wie sie damals zur Unterhaltung gefunden haben. Damit hoffen wir, Antworten auf die Frage, wo die Zukunft des Bildes liegt zu finden.”

Jaime Leme | Co-founder of AIRimages: Our last project, was in an old peoples home, it was quite an interesting experience. It would be great to develop this into a longer collaboration, maybe create events with interactions between old and young people.

“É dificil prever pois cada projeto que fazemos vem da reação imediata dos resultados da ultima apresentação que fizemos. Atualmente estamos dsenvolvendo o mesmo projeto dos personagens pop com idosos, e isto tem sido uma experiencia muito interessante. Devido a reação positiva que obtivimos, seria ótimo podermos produzir um evento onde os idosos interajem com jovens na produção das imagens…”

Sebastien Freuler | Co-founder of AIRimages: We still need to explore different platforms for our work. We are currently working on a documentary on AIRimages that we hope to release by the end of the year and we are also starting to work alongside curators to see how we can present our multiple projects.

“Nous aimerions commencer à explorer différents supports. Nous sommes entrain de travailler sur un documentaire sur AIRimages que nous espérons finir à la fin de cette année, puis nous avons commencer à collaborer avec des conservateurs pour voir comment nous pouvons presenter nos multiples projets.”

The AIRimages Collective
Website:
www.airimages.org/bettina_john
www.airimages.org/jaime_leme
www.airimages.org/sebastien_freuler

Blog:
www.airimagestalk.blogspot.com