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IVAN ARGOTE – Öffentliche Dialektik

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Heute bin auf Ivan Argote gestoßen und habe mich eine Zeit lang mit seinen Videos beschäftigt, die beim Öffnen der Website ohne Steuerung im Hintergrund abgespielt werden. Auf Pause zu klicken ist nicht möglich und falls man weiterhin an seiner Website interessiert ist, führt ein Weg an die Videos nicht vorbei. Ich klickte mich durch…

Fußgänger die sich lautlos umdrehen und einem schiefe Blicke zuwerfen, ein Mann spricht im Hintergrund und bittet die netten Damen und Herren um ein Geburtstaglied, ein Denkmal verliert seine Bedeutung und sinkt, der Künstler sprayt über ein paar Mondrians im Centre Pompidou.

Ivan Argote fokussiert seine Kunst auf augenscheinliche unbedeutende und oft witzige Situationen. Die Einfälle sind querdenkerisch und überraschen, überfordern teilweise das Publikum. Der Fokus liegt auf die Reaktion des Betrachters die fast zwanghaft evoziert wird. Diese unbedeutenden Situationen in ihrer alltäglichen Form gefangen, weiß der Künstler zu nutzen und entwickelt daraus eine Hidden-Camera-Story mit humorvollen Ansatz.

Ivan Argote lebt und arbeitet in Paris.

Mehr auf ivanargote.com.

Vernissage BLK River

Ein leerstehendes Haus in der Führichgasse 10 mit 7 Stockwerken und 40 gestalteten Räumen von internationalen Künstlern ist das Konzept der diesjährigen Ausstellung von BLK River; alles unter dem  Thema „Love“. Bevor mit den neuen Renovierungsarbeiten begonnen wird, stellt JP Immobilien das Gebäude als Ausstellungskonstrukt zur Verfügung.

Künstler: Akay, Aram Bartholl, Brad Downey, Christian Falsnaes, Dtagno, Erwin Wurm, Ivan Argote, JR, Leopold Kessler, Marlene Hausegger, Voina Group, Zukclub uvm.

her ARTic impression:

BLK River punktete wieder mit einem großartigen Konzept, sowie einer spannenden Auswahl an renommierten Künstlern. Sosehr auch das Konstrukt stimmte und vielversprechend klang, wurde man von der künstlerischen Schlagkraft nicht gerade „erschlagen“. Das Gefühl von „kommt jetzt noch was?“ begleitete einen immer mehr je höher man die Treppen hinaufstieg. Eine stärkere Konzentration auf das Künstlerkollektiv Voina Group war deutlich spürbar und am besten durchgesetzt. Im Vergleich zum letzten Jahr fehlte auch eine sonst so für das BLK River Festival deutliche Präsenz einer „reinen“ urbanen Kunst, Kunst die auf der Straße passiert und institutions-ungebunden ist.

Zusammengenommen wurde das Potenzial dieses überaus spannungsreichen Konzepts der Gruppenausstellung leider nicht völlig ausgereizt. Schade.

Fotos von Dimitri Aschwanden. Mehr Fotos demnächst.