Posts Tagged ‘ künstler ’

ARSLAN SÜKAN – While You Are Sleeping

Der türkische Künstler Arslan Sükan verzerrt in seiner Serie „While You Are Sleeping“ Bilder von Gebäuden und Landschaften und spielt mit den Mitteln der Realität und Fantasie.

Durch die verschiedenen Konzeptionen von Dimension und Raum, deformiert er seine Umgebung, um die Möglichkeiten verschiedener menschlicher Aufnahmemöglichkeiten von Transformationen zu erkunden.

Die starken Kontraste und dunklen Farben, sowie dominanten Rottöne betonen die klare Geradlinigkeit, wodurch eine gewisse „Unnatürlichkeit“ seiner Werke bekräftigt wird. Die Szenen wirken dramatisch, fast düster durch die Schwerlastigkeit dunkler Bildpartien.

Arslan Sükan lebt und arbeitet in Istanbul.

SEBASTIAN NEITSCH & WOEISHI LEAN – Mapping auf dem Arc de Triomf in Barcelona

Anfang Juni organisierte das Goethe-Institut Barcelona und das deutsche Konsulat „Alemanie en Barcelona“, eine Veranstaltung, die auf die deutsche Kultur und Wirtschaft in Barcelona ansprechen soll.
Sebastian Neitsch kreierte zusammen mit Woeishi Lean eine Mapping-Projektion auf dem Arc de Triomf in Barcelona.
.

ELIAS KAFOUROS – Small detail, BIG DEAL?

Elias Kafouros lebt und arbeitet in Athen. Er kreiert detaillierte Kompositionen aus einzelnen Charakteren, zusammengestellt und veranschaulicht in unterschiedlichen Zwischenebenen. Elias spielt mit bekannten visuellen Mustern und verfeint sie mit ironisch-paradoxen Details. Seine Figuren haben einen starken Eigenwert im Charakter, interagieren allerdings kaum miteinander. Abgestimmt in einem Farbton verbindet er sie stets mit der Umgebung, und fügt fantastische oder völlig kontextlose Alltagsgestände hinzu. Die Tinte-und Kulizeichnungen decken bei jedem Anblick Neues auf und behalten dadurch ihre Spannung.

Mehr auf eliaskafouros.com.


http://voltashow.com/Elias-Kafouros.7179.0.html

Elias Kafouros lebt und arbeitet in Athen.

ANDREW SENDOR – Stille Skulpturen

Glatt und unberührt sind Andrew Sendor’s Ölbilder auf Plexiglas, die eine Hybridisierung der Vergangenheit und Gegenwart, Fakt und Fiktion, klassische und zeitgenössische Kunstmethoden herstellen.

Sendor provoziert mit dem Empfinden starker Gegensätze. Menschliche Figuren als stille Skulpturen/Plastiken im zweidimensionalen Raum werden dargestellt; der Künstler steht vor der weißen Wand, der Jünglingstorso vor der Aktfotografie einer Frau… Eine Re-kontexualisierung findet in Bezug zur musealen Präsentation statt.

Die Charaktere wurden von Cabinet Portraits aus den 1880ern aufgegriffen, vorwiegend aus den USA. Die Fotos wurden von antiken Läden oder Flohmärkten erworben. Was von den „verlassenen“ Fotografien übrigbleibt, ist bloße Erinnerung. Sie werden transponiert, neuplatziert zwischen Schein und Wirklichkeit und adoptieren eine Überflut an neuen Assotiationen.

Mehr auf www.artofandrew.com.

Take me here by the Dishwasher – RAGNAR KJARTANSSON @ BAWAG Contemporary

Die neue Arbeit Take me here by the Dishwasher, die Ragnar Kjartansson für seine erste Soloshow in Österreich konzipiert hat, ist, auch wenn es zunächst nicht so aussieht, eine Art Selbstporträt. Die Empfängnis des Künstlers liegt in einem Nebel aus Realität und Fiktion. In eine Familie von Schauspielern und Theaterleuten geboren, könnte Ragnar Kjartansson auf dem Set von Islands erstem Spielfilm gezeugt worden sein. In Morosaga von Reynir Oddsson spielt seine Mutter, Guorun Asmundsdottir, eine einsame Hausfrau, der Vater, Kjartan Ragnarsson, den Installateur, den sie in ihren Träumen ruft, um den Geschirrspüler zu reparieren. In der Tat fällt Kjartans Conceptio in den Zeitraum, in dem die Liebesszene auf dem Küchenboden gedreht wurde. Der alles entscheidende Moment ist im Filmloop zu sehen und wird von Troubadouren kommentiert. Sie entsprechen dem nordischen Sänger- und Erzählertypus und dingen zur herzzerreißenden Musik von Kjartan Sveinsson folgenden Filmdialog:

Mum (sieht zum Geschirrspüler hin): Here she is.

Dad (mit Kennerblick): Is this her?!

Mum (zweifelnd): Yes, here she is. Do you think she can be fixed?

Dad (derb): Yes, I’m afraid so.

Mum (hingebungsvoll): I’m desperate!

Dad (beruhigend): Don’t you worry. I’ll fix it.

Mum (einladend): Show me what you can.

Dad (zweifelnd): Here?

Mum (herausfordernd): Are you a man? Show me what you can do to me… Take off my clothes! Take me, take me here by the dishwasher.

Den mütterlichen Filmtraum übersetzt Ragnar Kjartansson in verkatertes Männervolk nach durchzechter Nacht. Nun ist der Typus des Kerls an der Gitarre eine Chiffre der globalen Jugendkultur und des rebellischen Aufbegehrens, ein geradezu ikonisches Symbol der Popmythologie. In der Ausstellung geht das Superzeichen eine leicht erschöpfte Verbindung mit Bier und Zigaretten ein. Eine Soundskulptur entsteht, eine Social Sculpture als kaputte Version von Nietzsches immerwährender Wiederkehr des Gleichen. Mantramäßig wiederholen die Barden ihr Lied und binden die Szene in einen endlosen Loop ein, der die Grenzen zwischen Kunst und alltäglischem Leben verwischt.

Komponist des Soundtracks ist Kjartan Sveinsson, Keyboarder der legendären isländischen Postrockband Sigur Ros und Autor großartiger Filmmusik, darunter jener für den oskarnominierten Kurzfilm The Last Farm von Runar Runarsson.

(Quelle: Publikation der Ausstellung, BAWAG Contemporary)

her ARTic impression:

Ragnar Kjartansson’s „Art Selbstporträt“ ist eine Ode an das Leben. Seine Arbeit ist eine Erhebung zum Status von Künstler, Werk und Publikum. Der Künstler produziert Requisiten für Tableaux Vivants und Rollenspiele, die Teile eines sehr persönlichen Identitätspuzzles sind. In der Ausstellung geht es um den Moment, es ist ein zeitgebundenes Werk, in dem Kunst passiert – Performance, die Kunst des Flüchtigen, der Inszenierungen, der Extreme und der Show.

Der ahnungslose Betrachter betritt den Ausstellungsraum und wird konfrontiert mit Straßengesang geschmückt mit gelb etikettierten Bierflaschen und Zigarettenstummeln. Mehr oder weniger gefangen in seiner Rolle bewegt man sich nun durch den Raum.

Doch nicht. In Wahrheit sucht man sich ein Eck, möchte nicht stören und sich der Situation so außerhalb wie nur möglich klar werden. Performance Situationen brauchen in Ausstellungsräumen eine besonders lange Eingewöhnungszeit. Der Gesang wirkt allerdings sofort auf den Besucher ein, der sich dieser emotionalen Situation nun hingeben muss. Zum Trinken wird man aufgefordert. Rauchen ist erlaubt, Zigaretten stehen zur freien Entnahme. Ein ruhiges Gemüt stellt sich ein, der den einen oder anderen zur Nostalgie aufrufen könnte. Kjartansson wirkt mit seiner Kunst stark auf den Besucher ein, falls dieser sich ihr auch hingibt.

Performance erstreckt sich in die Tiefe der Zeit, ist Kunst mit Handlungsbedarf.

Empfehlenswert für besonders Erlebnisfreudige der Kunst.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 26. Juni.

RYAN MCGINLEY – Ekstatische Hemmungslosigkeit

Jugend, Befreiung und die Freude sich im Moment zu verlieren sind Elemente, Ryan McGinley‘s Arbeit ausmachen. McGinley‘s aufwendiger und präziser Prozess der Fotografie schafft Momente von atemberaubender Schönheit: nackte wildlebende Kinder bereit für ekstatische Hemmungslosigkeit. Zusammen mit den archetypischen Landschaften geben die Fotos ein Gefühl der Zeitlosigkeit, in dem der Betrachter seine eigene Geschichte projizieren kann. Mehr auf ryanmcginley.com.

DEAD DARLINGS – Anonymous Art Auction

Dead Darlings ist eine anonyme und subversive Auktionsserie, gegründet 2005 in Amsterdam.

Die Werke werden anonym ausgestellt, um sie frei von Künstlernamen zu präsentieren. Dafür werden alle Lose allein unter den jeweiligen Titelnamen ausgerufen. Alle Werktitel sind vor Beginn der Auktion online gelistet, werden allerdings nicht in Verbindung mit den Kunstgegenständen gezeigt.

Jede Auktion befasst sich mit verschiedenen Aspekten der Tötung eines „Darlings“, dabei werden jedes Jahr neue Thematiken vorgeschlagen, mit denen die Künstler sich zu befassen haben (Beispiel: „A-typische Tötung eines Darling“). Mehr auf deaddarlings.nl.

TOMOO GOKITA – Portraits, dunkel und abstrakt

Tomoo Gokita ist ein autodidaktischer Künstler und lebt in Tokyo. Seine Arbeiten, meist „Portraits“, basieren auf eine Formänderung, Verzehrung des Schönen. Abstraktion und Repräsentatives stehen dabei eng zueinander in Beziehung. Mehr auf tomoogokita.com.

The Tokyo-based, self-taught artist began his career with ink and charcoal drawings, but has transitioned to painting in recent years. In both media, his work engages a conceptual interest in the distortion of the beautiful while grappling with the tension between abstraction and representation. (via artkrush.com) More on tomoogokita.com.

KOLLEKTIV AKT 10.12 @ mo.ë

kollektiv akt//opening and concert//noize festival

Ausstellung, Konzerte, kreatives Schaffen junger Künstler in Wien. Mehr auf mmooee.org

Künstler: Burn Bjoern // Jonas Kamm // Sophie Gogl // Miriam Bittmann // Valentin Postlmayr // Ioan Gavrilowitsch // Moritz Nöbauer // Jan Linke // Matthias Widder // Hannah Todt // Laurids Oder

Musik: Cellardoor and the Lighthouse // Hanno & Rani // Baba Starkey // Mimu Merz // Eric Arn // Vanessa Arn // Stefan Kushima // Supra+ // David Schweighart // Bernd Klug // Ottó Scabolcs Horváth

ELLIOTT ERWITT – mag Kinder und Hunde

„Ich bin Elliot Erwitt und das bereits seit einigen Jahren“ Audio Interview.

Infotext aus www.elliotterwitt.com

Elliott Erwitt wurde 1928 als Sohn russischer Einwanderer in Frankreich geboren. Seine ersten Lebensjahre verbringt er in Italien. Als Erwitt zehn Jahre alt ist, zieht er mit seiner Familie nach Frankreich. 1939 emigriert die Familie in die USA, wo sie sich zunächst in New York und dann in Los Angeles niederlässt.

In den frühen 50er Jahren zieht Erwitt über Pittsburgh, Deutschland und Frankreich (die beiden letzten Stationen verdankt er der freundlichen Unterstützung der US-amerikanischen Armee) nach New York City. In NY lässt er sich nieder, um dort sein Basislager aufzubauen…wobei „niederlassen“ bei Elliott Erwitt meint: „wo man solange ist, bis man woanders hingeht“. Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an die Erfordernisse des Berufs sowie persönliche Neugier ermöglichen es ihm für einige Zeit den Globus zu bereise, bevor er an die Basis zurückkehrt.

Neben dem Schulbesuch in Hollywood, arbeitet Erwitt in einem Fachlabor, wo er „signierte“ Starfotos für die Fans entwickelt. 1949 kehrt er nach Europa zurück, bereist und fotografiert Italien und Frankreich. Seine professionelle Karriere als Fotograf beginnt. 1951 wird Erwitt in den Militärdienst eingezogen. Stationiert in New Jersey, Deutschland und Frankreich, fotografiert er neben seinen militärischen Pflichten für verschiedene Publikationen.

Während eines seiner Aufenthalten in New York, wo er kurz vor seinem Militärdienst auf Arbeitssuche ist, hat er das Glück, Edward Steichen, Robert Capa und Roy Stryker kennen zu lernen., Angetan von seinen Fotografien, werden sie in der Folgezeit zu wichtigen Mentoren für ihn.

1953, gerade frisch aus dem Militärdienst entlassen, wird Elliot Erwitt von Robert Capa eingalden, Mitglied von Magnum Photos zu werden. 196 wird er erstmals Präsident der renommierten Agentur. Bis heute ist er ein aktives Mitglied der Agentur und eine herausragende Persönlichkeit im harten Fotografiegeschäft.

Elliott Erwitts Bücher, seine journalistischen Essays, Illustrationen und Werbeäuftrage werden über vierzig Jahren weltweit veröffentlicht. In den 70er Jahren beginnt Erwitt neben seiner Arbeit als Fotograf auch als Filmemacher tätig zu werden. Es entstehen Dokumentarfilme wie „Beauty Knows No Pain“ (Schönheit kennt keinen Schmerz) 1971 „Red White and Blues Grass“ (Rotes, Weißes und Blaues Grass) 1973 und „The Glass Makers of Herat“ (Die Glasbläser aus Herat) 1977.

In den 80er Jahren produziert Elliott Erwitt insgesamt siebzehn Satire-und Comedysendungen für den Fernsehsender „Home Box Office“. Seit den 90er Jahren und bist heute führt Elliott Erwitt ein Bemerkenswert vielfältiges, unterschiedliche Aspekte der Fotografie umfassendes Berufsleben. Neben seiner Arbeit für Magazine, Unternehmen und Werbekunden gestaltet Erwitt seine Bücher sowie Galerie- und Museumsausstellungen.

Elliot Erwitt war mit Einzelausstellung u.a in folgenden großen Museen vertreten: Museum of Modern Art in New York, Chicago Art Institute, Smithsonian Institution in Washington D.C., Palais de Tokyo in Paris, Kunsthaus Zürich,…  Privatgalerien weltweit zeigen, promoten und verkaufen Erwitts „fine art“ Fotografien.

Elliott Erwitt mag Kinder und Hunde.