Posts Tagged ‘ medienkunst ’

SERGIO CALDERON – The Space Between

Vor ein paar Tagen habe ich ein Schreiben von Sergio Claderon erhalten, künstlerischer Leiter, Filmemacher und bildender Künstler aus London. Hier eine Auswahl seiner Arbeiten.

Seine minimalistisch, abstrakten Strukturen gefallen mir besonders gut. Einige Motive erinnern an Weltraum Formationen. Die Werkserie „The Space Between“ basiert beispielsweise auf NASA Weltraumbildern.

Mehr auf sergiocalderon.net und flickr.

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Visuals Performance im Centre Pompidou.

 

CARL BURGESS – Tales of the Unexpected

„Tales of the Unexpected“ ist eine einminütige Videoanimation von Carl Burgess.

Ein morphendes Geschöpf, angefangen als primordialer grauer Kreis, verflechtet sich in eine scheinbare unendliche Abfolge von Texturen. Die Wandlungen sind durch die Schnelligkeit der Bewegung kaum greifbar – Farben und Ausformungen korrespondieren, wenn überhaupt, mit dem minimalistischen Sound. Die Mitte bildet ein fluorenszenter Kern, dessen wandelnde glitschig-gummi-artige Haut kryptischen Gesetzen folgt. Am Ende zieht sich die Haut wieder zusammen und verschwindet ganz. Ein schönes Augenspiel.

Mehr auf moresoon.org

via File Electronic Language International Festival.

Valie Export @ Charim Galerie, Wien

„Das künstlerische Schaffen von Valie Export ist in wesentlichen Teilen von der Erweiterung des Bildbegriffes, der Hinterfragung von Bildgrammatiken und Konzepten des Kinos, von konzeptueller Fotografie und von Werkprozessen, die mit dem Begriff des „Anagrammatischen“ charakterisiert werden, geprägt. Vielfach wirken die Auseinandersetzungen mit diesen Themen ineinander. So beispielsweise im Avantgardefilm „Syntagma“, in welchem Bildfindungen aus der Serie der Körperkonfigurationen und Gestaltungselemente aus den Serien der konzeptuellen Fotografien zu finden sind. Die Leitlinie der gegenwärtigen Ausstellung von Valie Export in unserer Galerie führt entlang dieser Grundgedanken, der Verschränkung von unterschiedlichen Medien und Bildkonzepten.

„Ein durchsichtiges Plexiglasobjekt, auf der einen Seite kantig, auf der anderen abgerundet. Der skulpturale Behälter nimmt in seiner Mischung aus rechtwinkeligen und runden Formen auf das Innenleben Bezug. Dieses besteht aus einer Reihe identisch aussehender DVDs, die durch die transparenten Wände schimmern; die Box enthält neunundzwanzig Film- und Videoarbeiten Valie Exports“. So beschreibt Johanna Schwanberg das Objekt, dessen Inhalt in unserer Ausstellung in der Abfolge von 29 Tagen zu sehen sein wird. An jedem Tag der Ausstellung wird ein Film/Video, entsprechend den 29 Video DVDs der Box, präsentiert. Neue Laser-Installationen, basierend auf Entwürfen von 1973, sowie Modelle von Werken, die für die Ausstellung „Valie Export – Archiv“ im Kunsthaus Bregenz entwickelt wurden, ergänzen einander durch ihre Wechselbezüge und formalen Entsprechungen.

Die fotografischen Bildquellen der „Modelle“, in denen zeichnerische Gesten physisch in den Raum ausgreifen, bilden auch die Grundlage der Laser-Installation „Aus dem geomtrischen Skizzenbuch der Natur: Geometrische Figurationen in Dünenlandschaft, 1973/2012″. Auch sie fungieren als Modelle, allerdings als Paradigmen nachgestalteter Raumerfahrungen. Dabei wird der illusionäre Bildraum der Fotografie durch Zeichenbewegungen verstärkt und diese mittels Lasertechnik in den realen Raum der Galerie erweitert.

Die einzelnen Entwicklungsschritte des Entwurfes von 1973 bis hin zur Konkretisierung der damals schon angedachten Laser-Installation bilden, neben der Präsentation der neuen Video DVD Edition, den zweiten Schwerpunkt der Ausstellung.“

(Text: Charim Galerie Wien)

her ARTic impression:

Interessante Werkauswahl: das Zusammenspiel zwischen Televisionärem und den Fotografien mit dreidimensionalem Vorsatz hinterfragt die Wahrnehmungsbeziehungen im Raum. Die Laser-Installation diente als i-Tüpfelchen der Ausstellung, auch wenn die Abspielfolge des Lichtstrahls nicht ganz klar schien. Schade war es, dass man die einzelnen Tonsignale der Videos nicht hören konnte und die Fernseher in ihrer Aufstellung vielmehr an eine einheitliche Installation erinnerten, anstatt für sich zu wirken. Man versuchte den Bezug zu den einzelnen Filmen zu finden, fand jedoch keinen.  Das Geblinker der einzelnen Videos verstärkte den Effekt der Kisten-Installation. Die Aufmerksamkeit zog es allemal auf sich; am Inhaltlichen mangelte es leider. Dennoch: absolut sehenswert. Das Angebot der DVD ist für Valie Export Fans auch nicht zu verfehlen.

Ausstellungsdauer: 27.01.2012 – 03.03.2012

Fotos von Dimitri Aschwanden.

Online Gallery bubblebyte.org + Ausstellung Sabrina Ratté

bubblebyte.org ist eine Online-Galerie und präsentiert Künstler, die auf kreative Weise mit dem digitalen Raum agieren und die vielfältigen Möglichkeiten der Medien für sich zu nutzen wissen. Ein Projekt von den Künstlern Rhys Coren und Attilia Fattori Franchini.
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Die derzeitige Online-Ausstellung präsentiert Werke von Sabrina Ratté. Activated Memory – ein Video-Projekt, das auf animierte Fotos verschiedener Parks und Gebäude in Montreal basiert. Mittels Video-Feedback, 3D Animation und Farbmanipulation, gewinnen die Bilder eine neue Dimension. Ein „Raum“ wird geschaffen, wo nur Fragmente der Realität bestehen. Musikalisch untermalt werden die Videos von Roger Tellier-Craig. Mehr auf bubblebyte.org
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JULIUS POPP – bit.fall

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Die Beschaffung, Aktualisierung und das Transferieren von Informationen ist ein wesentlicher Bestandtteil der modernen Gesellschaft. Noch nie war dieser Prozess derartig ephemer wie heute. Die Arbeit bit.fall vom deutschen Künstler Julius Popp übersetzt diesen abstrakten Prozess in ein Erlebnis der Sinne und dient als Metapher für die zeitgenössischen Strömungen der Informationen.

In bit.fall werden die Daten in Form von Wörtern präsentiert, die generiert durch ein Computerprogramm, statistische Algorithmen bilden. Das Programm filtert relevante Stichwörter aus einem Stream von Nachrichten im Internet und überträgt die Werte an das Steuergerät des bit.falls. Im Bruchteil einer Sekunde gibt bit.fall hunderte von Tropfen in spezifischen Intervallen frei und kreiert dabei einen „Wasserfall von Wörtern“. Jeder Tropfen Wasser wird so zu einem flüssigen „Pixel“ oder „Bit“, zur kleinsten Informationseinheit.

bit.fall vereint zwei verschiedene Kreisläufe – den Kreislauf der Natur sowie der  Kultur. Wasser, eine amorphes Medium wird zum Träger kultureller Informationen, nur wahrnehmbar im Bruchteil einer Sekunde. Dieser Aspekt des bit.falls bezieht sich auf die Vergänglichkeit der Informationen und Werte: wir nehmen sie war, jedoch bleiben sie nicht greifbar.

via Science Gallery.

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CARSTEN NICOLAI aka ALVA NOTO – Visuelle Soundcodes

Carsten Nicolai, auch bekannt als Alva Noto, versucht eine Trennung der visuellen Kunstrichtungen und musikalischen Genres zu überwinden, um eine ganzheitliche künstlerische Vorangehensweise zu schaffen.

Seine Kunst fokussiert sich auf eine Interaktion zwischen Kunst und Musik, bezogen auf physische sowie psychische Wahrnehmungsphänome. Beeinflusst durch wissenschaftliche Referenzsysteme bedient sich Nicolai oft mathematischer und kybernetischer Modelle wie Gitter und Codes, integriert jedoch gleichzeitig das Fehlerhafte, den Zufall und sich selbst organisierende Strukturen.

Der Künstler arbeitet gänzlich auf digitaler Basis und verwendet das reine Experiment als Ansatz für seinen Schaffensprozess.
Als Alva Noto experimentierte Carsten Nicolai mit Sound, um seine eigenen Codes von Zeichen und Akkustik und seine persönliche visuelle Symbolik herzustellen. Neben Performances in Clubs und Konzerthallen präsentierte der Künstler seine elektronische Musik und audiovisuellen Darbietungen in Museen wie im Solomon R. Guggenheim Museum in New York, Centre Pompidou in Paris oder Tate Modern in London und stellte bereits bei der documenta X sowie der 49. und 50. Biennale in Venedig aus.

(Fotos via forma und frieze)

Mehr auf carstennicolai.de.

Interview mit Electronicbeats Video: Hans Ulrich Obrist talks to Carsten Nicolai

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A. Visualist – Dokumentation über audiovisuelle Performances

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Die Dokumentation A. Visualist ist ein Versuch die Veränderungen in der Dynamik der visuellen Kunst-, Musik- und Filmszene aufzuzeigen, mittels dem Phänomen der audiovisuellen Performances. Unterschiedliche Visual Jockeys (VJs) und weitere Kunstinvolvierte in der Szene stellen ihren Standpunkt zu den audiovisuellen Performances und ihrer Bedeutung als Kunstform, sowie allgemein in der Gesellschaft dar.

Leider konnte ich bisher nichts zur genauen Veröffentlichung des Films finden. Angesetzt wurde sie für Dezember 2011. Man bleibt gespannt…

A documentary film on a journey to capture the essential culture of visual performance of a visualist. The journey take place in Tokyo, Japan and span across the globe in order to capture the example of these visualist.

As the new century arrive, a new art form also been anticipated across the world with computer technology, internet and the ephemeral. A.Visualist represent challenges to all the existing art form by changing the new dynamicism in art movement and the magnitude of visual in art and music and film.

Director/Camera: Jimmy Howe
Editor: Arnau Quiles
Music by Scanner aka Robin Rimbaud
Sound Designer: Matthias Kispert

Cast: Shantell Martin, Ben Sheppee, Michael Faulkner, Matthias Kispert, Alva Noto, Resolume, Dj Spooky aka Paul D. Miller

Subsequently a DVD will be published with extra interviews footage and full length performance including subtitles in two languages. Expected December 2011. (vjforums.com)