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IVAN ARGOTE – Öffentliche Dialektik

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Heute bin auf Ivan Argote gestoßen und habe mich eine Zeit lang mit seinen Videos beschäftigt, die beim Öffnen der Website ohne Steuerung im Hintergrund abgespielt werden. Auf Pause zu klicken ist nicht möglich und falls man weiterhin an seiner Website interessiert ist, führt ein Weg an die Videos nicht vorbei. Ich klickte mich durch…

Fußgänger die sich lautlos umdrehen und einem schiefe Blicke zuwerfen, ein Mann spricht im Hintergrund und bittet die netten Damen und Herren um ein Geburtstaglied, ein Denkmal verliert seine Bedeutung und sinkt, der Künstler sprayt über ein paar Mondrians im Centre Pompidou.

Ivan Argote fokussiert seine Kunst auf augenscheinliche unbedeutende und oft witzige Situationen. Die Einfälle sind querdenkerisch und überraschen, überfordern teilweise das Publikum. Der Fokus liegt auf die Reaktion des Betrachters die fast zwanghaft evoziert wird. Diese unbedeutenden Situationen in ihrer alltäglichen Form gefangen, weiß der Künstler zu nutzen und entwickelt daraus eine Hidden-Camera-Story mit humorvollen Ansatz.

Ivan Argote lebt und arbeitet in Paris.

Mehr auf ivanargote.com.

fiac 2011 @ Grand Palais du Louvre, Paris

Zum 38ten Mal fand die Kunstmesse für zeitgenössische Kunst FIAC (Foire Internationale d’Art Contemporain) in Paris, diesmal ausschließlich im Grand Palais du Louvre, statt.Vom 20. bis 23. Oktober stellten 168 internationale Galerien aus. Die FIAC, in den letzten Jahren oft weniger beachtet durch den hohen Anteil französischer (70 %) und wenig internationaler Kunst, erlangte einiges ihrer einstigen Aura zurück.

Im Gegensatz zur Kunstmesse Frieze in London, die ausschließlich einen Fokus auf zeitgenössische Kunst legt, waren bei der fiac auch bedeutende Werke moderner Kunst des 20. Jh.zu sehen.

Preisträgerin des diesjährigen Marcel Duchamp Preises ist Mircea Cantor.

her ARTic impression:

Anders als bei anderen Schaustellungen von Kunst zeigen Kunstmessen am deutlichsten die Spuren des Kunstmarktes. Die Verkaufszahlen machen den Erfolg der Kunstmessen aus, nicht innovative neue Entwicklungen in der Kunst selbst. In meinem Fall genoss und litt ich unter diesem immensen Überfluss zugleich.Hier ein paar meiner Lieblingsstücke, unter anderem mit Werken von Andro Wekua, Dan Flavin, Loris Gréaud, Diane Arbus, Anish Kapoor …

Mehr Fotos auf flickr und facebook.

Gourmandise parisienne – erste Eindrücke von Paris

Prochain arrêt: fiac – Foire Internationale d’Art Contemporain – Paris

Ein langes Wochenende werde ich in meine Lieblingsstadt Paris verbringen und unter anderem die vom 20. bis 23. Oktober stattfindende fiac – Kunstmesse für internationale zeitgenössische Kunst im Louvre – besuchen. À bientôt Vienne, me voilà Paris!

PERFEKT DEVICE by PERFEKT WORLD

PERFEKT WORLD sind ein kreatives Kollektiv aus Wien und starten ab morgen ein Crowdsourced Painting. Dabei werden sie die temporäre Fassade am Palais Rasomufosky während der Umbauphase gestalten und legen die Pinsel und Spraydosen in die Hand des Publikums. Sie sprayen und malen, und über ein Interface auf einer Website können Menschen aus der ganzen Welt ihnen sagen was gemalt werden soll und ihnen via Kamera dabei auch zusehen.

PERFEKT WORLD baut in London, Barcelona, Paris und Berlin Terminals auf, die auch als Interface dienen und gleichzeitig die Bilder aus Wien vorort in den urbanen Raum projezieren. Das Ganze passiert bei der WOW NOW in Shoreditch, bei der OFFF in Barcelona, in Paris und Berlin.

Mehr dazu auf perfektdevice.com – Countdown läuft!

artpjf Interview & Studiovisit PERFEKT WORLD

PERFEKT DEVICE is a project by the Vienna-based creative collective, PERFEKT WORLD. It’s remixing urban art, action painting and social networks into a  live performance in public space. The artists are invited to design a building site cover in front of Palais Rasumofsky in Vienna’s 3rd district.
For two weeks in June, the artists will paint the wall but the brush is in the hands of the public. Through an online interface on www.perfektdevice.com participants around the world are invited to command the artists on what to paint, watch them live and become part of the art.

A team will travel with a terminal bringing the online interface to the crowds. They travel to London’s WOW NOW exhibition, followed by Paris, Barcelona and Berlin. Next to the terminals the unfolding live picture will be projected onto the immediate surroundings, bringing the action back to the people and into the urban landscape of those cities.

The crowd-sourced painting combines a variety of art forms to reflect developments in society, particularly the influence of the internet on all aspects of life. It uses technology to reach out to the wider public, democratizing the creative process and creating a more immediate conversation between the artists, the viewers who turn into artists, and extending painting. The idea is being spread across the digital community, playing with the forces of social networks that have impacted society, provoking a discourse in a contemporary context. As with online votings, casting competitions, user-generated content, viewers are empowered to participate. Their creativity is being channeled back through the hands of the PERFEKT WORLD onto the canvas, the focal point of the project. The finished thirty meter wall will become part of the well known contemporary art collection of Palais Rasumofsky.

Invite people to co-create by sharing www.perfektdevice.com with your online community. PERFEKT DEVICE kicks off on June 1st 2011 with the opening of the WOW NOW exhibition in London, UK.
The vision is for people from different parts of the globe to contribute, each adding their thoughts, cultural considerations, aesthetics to create a piece speaking the universal language of the world.

Portes ouvertes 2010 des Beaux-arts de Paris

Am Freitag den 25. und Samstag den 26. Juni fand in der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris ein Tag der offenen Tür statt . Studenten der über 350 Jahre alten Schule für Bildende Künste stellten im Palais sowie in den Ateliers ihre Werke aus.

Besonders beeindruckt war ich von der Vielfalt der ausgestellten Kunstwerke. Von Installationen im Hof, per Beamer ausgestrahlte Filme, über Lithografien, Fotografieserien bis zu der hundert Jahre alten Sammlung der Schule war alles dabei.

Eine künstlerische Intervention durfte ich dann mit einer Studentin selber durchführen und setzte so mein Zeichen – rosa Post-It Vogel – petite mémoire. Die Studentin, ursprünglich aus Indien, schaffte es durch ein Stipendium in die Beaux-Arts und schien mit ihren Arbeiten auch sehr erfolgreich zu sein. Auf meine Frage welche berufliche Richtung sie anstrebe, antwortete sie, als Freelancer ihr Geld verdienen zu wollen. Ihr gefiel die Schule sehr und sie habe schon einige Projekte gestartet, die positiv bewertet worden seien.

Der Besuch der Tag der offenen Tür war äußerst interessant und informativ. Freies und offenes Besichtigen der Arbeiten der Studenten (man konnte sie ebenso beim Arbeiten beobachten und dazu fragen stellen), ist schliesslich nicht jederzeit möglich. Die Studenten waren sehr kooperrativ und freuten sich über die zahlreichen Interessenten und regen Zuspruch von außen.

Obwohl mir nicht alle Arbeiten gefielen und vieles mir auch nicht als „neu“ erschien, war ich von einigen einfachen Installationen, dem unkomplexen Informationszugang zu den Werken wie der Schule und der gesamten Präsentation begeistert. Ein Besuch der sich ausgezahlt hat.