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Drink’n’Draw, Opening @ REM Artspace [her ARTic impression]

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The first exhibition and opening of the new R.E.M (Rabbit Eye Movement) artspace on 6.12. in Vienna was a great success – especially in terms of the large attendance. It seemed as if all the urban/street art/graffiti scene and onlookers of Vienna came together to one point to enjoy the literally warm and cuddly atmosphere in the new artspace.

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I followed this project since a little while to have a better insight at the whole R.E.M concept and of course the Drink’n’Draw process itself.

The idea:  „The RABBIT EYE MOVEMENT wants their new Art Space to be a platform in Vienna for local and international urban and graffiti artists. Their ambition is to give graffiti illustration the same level of recognition within the art scene as it does in cities like London, New York and Paris.“

„(…) it will be more than a gallery; it will be a meeting point where in addition to exhibitions, all kinds of events such as concerts and art festivals will be held. As well as organizing events, REM wants to mediate between artists and clients.“

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Sounds good to me. I wanted to take a closer look on that idea and visited the artists during their Drink’n’Draw days.

The whole crew including THE WEIRD, JUKEBOX COWBOYS , LORDS, SOBEKCIS, MICHAEL HACKER, FLYING FORTRESS (unfortunately with zero female-artist-power), was sitting around a huge table drinking and drawing around the clock. To tell you the truth, I was really amazed by their constant concentration in drawing and drinking.

Considering this effect the output seemed pretty astonishing and the artwork itself much more authentic if you had an idea of the story behind it. I hope there will be a catalogue or short film published soon, as in the vernissage itself there were not much traces shown of the process – one essential point I missed.

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The space itself has great potential to become a meeting point for artists all around the world who want to get to know Vienna and have some great collaborations with local and international artists, as give people a better insight into and appreciation for street/urban art and graffiti.

I am definitely looking forward to the next events and hope that the R.E.M artspace will become another internationally known and valued street art platform. So let’s see, time will tell. Anyway, stay tuned on artpjf.com about next events at R.E.M artspace. See you soon!

Photos by Dimitri Aschwanden

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For more photos check artpjf on fb

Opening hours of the art space till christmas: mo-fr 12:00- 19:00, sat 12:00-17:00 @ Gumpendorferstraße 91

REM Artspace Opening 6.12. – Drink’n’Draw

REM Drink'n'Draw

RABBIT EYE MOVEMENT (REM), a collective of Vienna-based creatives, is kicking off their opening event on Thursday December 6th with their first exhibition entitled “DRINK’N DRAW 2012”. The opening ceremony will take place in their brand-new REM Art Space located in the heart of Vienna with an exhibition national and international urban illustration artists like:

THE WEIRD // JUKEBOX COWBOYS // LORDS // SOBEKCIS // MICHAEL HACKER // FLYING FORTRESS

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With this opening event REM wants to think outside of the box. A week before the official opening 30 European urban illustration Artists will get together in the REM Art Space to have some drinks, create artworks together and exhibit them at the official REM opening.

The RABBIT EYE MOVEMENT wants their new Art Space to be a platform in Vienna for local and international urban and graffiti artists. Their ambition is to give graffiti illustration the same level of recognition within the art scene as it does in cities like London, New York and Paris.

The REM Gallery is located in the heart of Vienna. It will be a place where art is both made and exhibited. The REM movement of urban artists is active all around the globe. National and international graffiti artists – many with a background in illustration – will be invited to show their work in the REM Art Space. Yet it will be more than a gallery; it will be a meeting point where in addition to exhibitions, all kinds of events such as concerts and art festivals will be held. As well as organizing events, REM wants to mediate between artists and clients.

Watch the video  of 2012’s flashback of  The Weird, The Lords, Sobekcis and Jukebox Cowboys collaborating on walls all around the world.

See you on Thursday!

Nychos @ Gumpendorfergürtel


Nychos gewaltiges Piece an der Wiener Wand am Gumpendorfergürtel. Drei Tage brauchte er, davon zwei Tage bei Regen und Kälte, um den etwa 10 Meter langen Schriftzug in Totenkörper fertig zu malen.

Nychos RABBIT EYE MOVEMENT Flickr photostream.

Interview mit Frau Isa

Frau Isa lernte ich durch den bekannten Graffiti-Künstler Nychos (tumblr rabbit eye movement) kennen. Die junge Künstlerin ist in Österreich namhaft für ihre Figuren-Werke und auf dem besten Weg sich international einen Namen zu schaffen. Das Interview fand gemütlich im Cafe Jelinek im 6. Bezirk statt.

artpjf: Bitte stelle dich in deinen Worten kurz vor.

Frau Isa: Ich bin 25 Jahre alt, lebe und arbeite als freischaffende Künstlerin in Wien.

artpjf: Wann und wie bist du zum ersten Mal mit Graffiti, Street/Urban Art in Kontakt gekommen?

Frau Isa: Das war mit 16, eigentlich hat mich das Thema schon länger interessiert… Zu dieser Zeit hatte ich einen Freund, der das machte und so hab ich dann den Zugang dazu gefunden und auch selber angefangen, weil es mir sehr gefiel frei malen zu können, und es auch etwas Untypisches war zu dieser Zeit. Mit Pinsel gemalt habe ich schon immer.

artpjf: Was malst du gerne, was hast du früher immer gemalt?

Frau Isa: Hauptsächlich arbeite ich mit Acryl und immer schon Figuratives, nie Abstraktes, vielmehr Illustratives. Für mich ist es wichtig dass meine Arbeiten mich während dem Malen schon unterhalten, sei es durch den Inhalt oder einfach durch kleine Details die mich zum Schmunzeln bringen…

artpjf: Wie beschreibst du die Figur Isa? So wie ich das sehe, verkörpern die Figuren dich…?

Frau Isa: Das ist gar nicht beabsichtigt, aber viele sagen, dass ich entweder immer mich male oder dass ich zu meinen Figuren werde. Sie haben anscheinend immer mein Gewand an. Es ist schwer zu beschreiben… eigentlich sind sie total naive fast schon subtil dämliche Mädels, die auf jeden Fall nicht in der Gegenwart leben und aus einer Art erfundenen Vergangenheit sind. Ich bin ziemlich nostalgisch, deswegen mag ich die Vergangenheit möglicherweise lieber als die Zukunft. Die Figuren haben auch öfter mal Begleiter; Vögeltotenkopf-Männer, die als perfide, verschrobene Gegengewichte dienen. Es ist wie bei Märchen, da ist auch nicht immer alles lieb, sondern es gibt auch bisschen Mystisches, Grausliches, Furchteinflößendes darin…


artpjf: Denkst du gehört diese dunklere Motivik immer zur Graffiti-Sprache dazu?

Frau Isa: Nein, garnicht. Jeder hat seine eigenen Inhalte und Motive. Es ist schwer allgemein von einer Graffiti-Sprache zu reden, weil es die als solche gar nicht gibt. Für mich kann ich nur sagen dass diese Motivik dazugehört weil es der Spannung dient. Wie gesagt zum lieblich-naiven brauche ich das Dunkle, vielleicht sogar Bedrückende um ein Gleichgewicht zu schaffen.

artpjf: Wie bist du mit diesem territorialen Gedanken von Graffiti klargekommen und wie hast du dir deine Akzeptanz in der Szene verschafft?

Frau Isa: Man muss sich schon ein wenig behaupten, nicht nur als Mädchen, sondern generell. Es ist vor allem wichtig eine Idee von sich selbst zu haben, dann ist auch egal was um einen herum passiert. Ich beschäftige mich mit Szene-Fragen eigentlich gar nicht mehr, weil ich mich nicht als zugehörig fühle. Es gibt „Grundeinstellungen“ und Regeln die man laut manchen „befolgen muss“ Im Grunde genommen ist das schwachsinnig, solang man sich selbst ernst nimmt und man ein Ziel verfolgt braucht man keine Regeln. Man muss schon manchmal stark sein, da man teilweise mit Leuten in Kontakt kommt, die eine total schräge Einstellung haben, doch die Akzeptanz kommt auch von denen wenn man sich selbst akzeptiert.

artpjf: Hast du eine kleine Geschichte dazu?

Frau Isa: Ja, anfänglich hats nicht so geklappt mit der Akzeptanz, meine Bilder wurden übermalt, der Klassiker. Ich soll mal die Regeln lernen, hats geheißen… Das lag wohl hauptsächlich daran dass ich ein Mädel war das auch Mädelszeugs gemalt hat. Aber diese Respektlosigkeit kam hauptsächlich von Leuten die man selbst nicht ernstnehmen kann…

artpjf: Wann hattest du deine erste Ausstellung?

Frau Isa: Mit 17 hatte ich meine erste Ausstellung in Klagenfurt. 2008 hatte ich meine erste Solo- Ausstellung in Hannover. Ich habe überhaupt in Deutschland viel öfter ausgestellt als in Wien eigentlich…

artpjf: Wie kommt es dazu?

Frau Isa: Man ist im Ausland immer interessanter als in der eigenen Stadt. In Wien scheine ich erst jetzt interessant zu werden, eben weil ich im Ausland ausgestellt habe.

Allerdings muss ich hier meine Preise rechtfertigen, da ich nicht die Ausbildung habe die man von einem Künstler/einer Künstlerin erwartet in Österreich. Da hat man einen anderen Wert…

artpjf: Was ratest du jungen ambitionierten Künstler/innen wie dir, die einen ähnlichen Weg einschlagen möchten?

Frau Isa: Ganz viel zu machen und gar nicht zu sehr auf die anderen zu schauen… Es ist wichtig seinen eigenen Spirit und die Idee von sich selbst zu wahren, um möglichst gut mit seiner Sache voranzukommen. Man soll sich zwar auf jeden Fall für alles was passiert interessieren, und viel aufsaugen aber wichtig ist dass man sich trotzdem treu bleibt.

artpjf: Gibt es irgendetwas was dich richtig motiviert, einen Grund gibt immer weiter zu machen?

Frau Isa: Mich motiviert der Gedanke dass mein Leben und meine Arbeit richtig super sind. Manchmal gibt’s so Phasen wo man das vergisst, aber wenn’s einem wieder einfällt geht’s wieder weiter!

Ein paar random Fragen zum Schluss.

artpjf: Was war deine Lieblingskinderserie als Kind?

Frau Isa: Hm mal überlegen…Ich glaube es waren die Moomins.

artpjf: Du musst eine Puppe für deine kleine Schwester kaufen, wie sieht sie aus? Das Geschenk soll typisch „du“ sein.

Frau Isa: Auf jeden Fall etwas ganz simples mit Knopfaugen… aus irgendeinem alten Stoff, wahrscheinlich würde ich sie selber nähen. Ich mag Plastikpuppen nicht sonderlich. So eine Stoffpuppe mit genähtem Gesicht würde ich wählen, was Liebes…

artpjf: Dein liebstes stilles Örtchen?

Frau Isa: Hm…ich denke das Cafe Jelinek (lacht).

artpjf: Shuffle-Lied?

Frau Isa: Sally von Johnny Flynn… schönes Lied.

artpjf: Was ist in nächster Zeit von dir zu erwarten?

Frau Isa: Zurzeit hängen Arbeiten von mir im „Yoshis“ in der Wollzeile. Weiters mach ich im September bei mehreren Gruppenausstellungen mit, und nächstes Jahr ist eine Ausstellung in London fixiert und noch andere in Planung.

artpjf: Danke für das Interview.

Mehr von Frau Isa auf maedi-evil-art.com, flickr und tumblr.