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BANKSY – Exit Through The Gift Shop @ Gartenbaukino Wien

Banksy ist ein Street Art Künstler aus Bristol, England,  der vor allem durch seine politische wie auch gesellschaftskritische Kunst berühmt geworden ist. Seine Arbeiten, oftmals Schablonengraffitis, beinhalten kompakte Botschaften, leicht verständlich für ein breites Publikum. Banksy’s starke mediale Präsenz entspringt aus der Provokation seiner Werke: zu sehen sind seine Arbeiten unter anderem in New Orleans, wo sie nach der Heimsuchung durch den Wirbelsturm Katrina entstanden, aber auch auf der Mauer im palästinensischen Westjordanland.

Durch den starken und stetig wachsenden Marktbedarf für Street Art, werden die Wände seiner Werke entnommen und für hohe Summen in Auktionshäusern und Galerien verkauft. Ein Paradox für den Künstler, der dieses kapitalistische System kritisiert.

Exit Through The Gift Shop“, sein erster Spielfilm, ist eine ironische Darstellung dieses Widerspruchs.

Hauptperson dieser Mischung aus Mockumentary, Dokufiktion und Kunstfilms ist keinesfalls Banksy selbst, sondern Thierry Guetta aka Mr. Brainwash. Ein Erzähler führt über die Geschichte des französischen Hobby-Filmemachers und Künstlers.

Thierry Guetta lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Los Angeles. Der etwas kräftige und im 60s Look aussehende Mann hat ein besonderes Hobby: fast jede Minute seines Lebens zu filmen. Sein Cousin ist der bekannte Street Art Künstler Space Invader. Durch ihn beginnt er sich für Street Art zu faszinieren und filmt weitere Künstler wie Zevs, Swoon, Ron English und auch Shepard Fairey. Er begleitet die Künstler während ihrer Aktionen und hält jeden Moment mit seiner Kamera fest. Mit der Zeit stellt sich die Frage nach einem Endziel und vor allem Sinn hinter der Filmerei.


Thierry beschließt eine Street Art Dokumentation in Angriff zu nehmen und hat ab dem Zeitpunkt nur eines im Sinn: den berühmteste Street Art Künstler Banksy zu filmen – keine allzu leichte Aufgabe, denn der Banksy ist ein Meister der Tarnung. Thierry spricht von einer höheren Bestimmung als Shepard Fairey ihm ein Treffen mit Banksy ermöglicht. Die Künstler sind alle zunächst skeptisch sich bei ihren illegalen Eingriffen im urbanen Raum filmen zu lassen, freunden sich aber zunehmend damit an, dass ihre ephemeren Kunstwerke auf Film festgehalten werden.

Thierrys Doku „Remote Control“ wird zu einem „überlangen Alptraum-Trailer“. Banksy rät ihm daher es selbst mit Street Art zu versuchen und nimmt das nötige Filmmaterial von Thiery um „Exit through the Gift Shop“ zu produzieren.

Thiery freundet sich mit seinem Künstlerdasein immer mehr an und greift die Methoden seiner Street Art Freunde auf, um nicht zu sagen er kopiert sie. Mit Künstlernamen Mr. Brainwash plant er seine große Ausstellung „Life is beautiful“ und stellt einige Arbeitskräfte ein, die für ihn mittels Photoshop und Kopierer „Kunst“ entwerfen und folgt demnach auch in seinen Werken ganz dem Beispiel Andy Warhols.

Die größenwahnsinnige Ausstellung wurde 2008 zum vollen Erfolg, und brachte Thiery über eine Million Dollar ein. Street Art wurde zum reinen Kommerzprodukt getrieben durch medialen Hype. Aus Angst etwas „Großes“ zu verpassen, strömten die Menschen in die Ausstellungen und kauften die Kunstwerke zu jeglichen Preisen – die Kunst selbst gibt es nicht mehr, oder wird zu vollkommener Nebensache. Ist Kunst somit nur ein Scherz? Raus auch aus diesem Dilemma geht es dann nur noch durch den Souvenirladen – „Exit Through The Gift Shop“.

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Banksys Film, der meiner Meinung nach zu sehr als ein Film über Banksy verkauft wird, demnach auch die Erwartung oftmals eine ganz andere ist, zeigt die offene Angst vor einem Aussterben der Werte der Street Art. Mit äußerst humorvollen, ironischen und zynischen Kommentaren gibt Banksy einen Einblick in die Welt der Street Art und reflektiert auf unaufdringlicher Art und Weise das Verhältnis zu Kunst und Kommerz.

„Ich wollte einen Film machen, der für Street Art das bewirkt, was „Karate Kid“ für den Kampfsport bewirkt hat – ein Film, der jedes Schulkind dazu bewegen würde eine Spraydose in die Hand zu nehmen und los zu legen. Aber wie sich herausstellt, haben wir einen Film gemacht, der für Street Art so viel getan hat, wie der „Der weiße Hai“ für den Wassersport.“ (Banksy)

Zu sehen im Gartenbaukino Wien.



From Graffiti to Street Art @ Urban Art Galerie INOPERAbLE Wien

Die Urban Art Galerie INOPERAbLE in Wien hielt im Rahmen der Vienna Art Week 2010 ein Vortrag “From Graffiti to Street Art“ rund um die Entwicklung von Graffiti und Street Art. Vortragende waren Nathalie Halgand und 401RUSH (aka Nicholas Platzer).

Gezeigt wurde der Trailer des Films Inside Outside, der als äußerst passender Einstieg in den Vortrag diente. Der Film handelt über das Leben, die Beweggründe, sowie verschiedenen Stilrichtungen aller in Street Art involvierten Teilhaber. Vom einfachen Tagger und etablierten Street Art Künstler bis hin zum iPod-Plakaten-Anbringer und Polizisten werden alle Aspekte der Straßenkunst abgehandelt.

Als älteste Form des Graffitis wurde die Höhlenmalerei als  Ursprungsidee der heutigen Kunstform präsentiert.

Graffiti als Pluralform des italienischen Wortes graffito (aus dem griechischen γράφειν (graphein) was soviel wie schreiben bedeutet) wurde wie heute meist von den jugendlichen Mitgliedern der Gruppe auf Wänden angebracht.

Joseph Kyselak, der von 1799-1831 lebte, soll der erste dokumentierte Graffiti Künstler gewesen sein. Der Österreicher malte seine Initialen an den Wänden der Stadt auf und wurde so innerhalb kürzester Zeit in Wien populär.

Cornbread galt dann Ende der 1970er Jahre als der erste von Gangrevieren unabhängige Graffiti-Künstler und versuchte so oft wie möglich seinen „Fake-Namen“ überall in der Stadt zu platzieren.

Neben diesen jedoch gilt als der erste bekannte Tagger TAKI 183, der rasant in der Bronx bekannt wurde. Seine Tags wurden überall in der Stadt bemerkt und sein Stil nachgeahmt. Er gewann noch mehr an Popularität als die New York Times einen Artikel über ihn verfasste.

Bald reichte kein simpler Tag um in der von Zeichen übersäten Stadt erkannt zu werden. Qualität ging vor Quantität. So kam es dann zur Entwicklung der Pieces, großformatiger und aufwendiger Schriften mittels Spraydosen gefertigt, die im Sprachgebrauch heute als Graffiti bezeichnet werden. Diese vor allem territoriale „Kunstform“ wendet sich in den meisten Fällen einem geschlossenen Publikum, da die speziellen Schriftzüge, meist Codes, nicht von jedem gelesen werden können.

So erklärte auch Nicholas Platzer den Unterschied von Graffiti zu Street Art. Street oder Urban Art wendet keine codierte Schrift an und sei leichter zu verstehen, somit für jedermann zugänglich.

Die Etablierung von Graffiti und Street Art im Kunstmarkt präsentierte man in drei verschiedenen zeitlichen Etappen.

1972 gründete Hugo Martinez die Bewegung der United Graffiti Artists und gab den Graffiti Künstlern einen Ort, um ihre Kunst primär auf Leinwänden zu zeigen. United Graffiti Artists wurde ebenso in einem Artikel der New York Times erwähnt – Graffiti Hit Parade.

Anfang der 1980er Jahre widmeten  sich Galerien wie die Fashion Moda Gallery (1978) oder Fun Gallery (1981-1985) ebenso der aus den USA stammenden Kunstform.

Doch nicht alle profitierten vom regen Zuspruch des Graffitis und der Street Art. Nach einiger Zeit wurde es immer schwieriger Käufer für Graffiti Artworks zu finden – die hohen Renten der Galerien waren nicht mehr finanziell tragbar. Der Hype um Graffiti, sowie ihre Mainstream-Welle minderte die Qualität der Werke. Hauptsächlich jedoch, sah man das Problem im Inhalt. Graffiti an sich, habe nicht viel Substanz und vermittle keine Botschaften wie sonstige Kunstformen. Ebenso empfand man es als besonders schwierig eine Relation zu den meist aus Ghettos und ärmeren Vierteln stammenden Künstlern zu finden. So prallten zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinander.

Nach einer Zeit begannen die Graffiti Künstler kommerziellere Jobs anzunehmen und arbeiteten meist als Graphik-Designer.

Street Art und Graffiti begann sich auch langsam in Europa zu etablieren.

Um 2000 kam es zum erneuerten Aufschwung und der Begriff „Street Art“ wurde erstmals erwähnt. Diesmal hatten die Künstler ein besseres Verständnis zum Kunstmarkt, waren unter anderem auch Illustratoren oder studierten bildende Kunst. Man versuchte diese neue Kunstform, die sich nicht nur codierten Schriftzeichen widmete, richtig zu benennen. So entstanden Definitionen wie Post Graffiti, Urban Art und Street Art, wobei sich Street Art bis heute am meisten in der Szene und in den Medien etabliert hat. Zu erwähnen ist jedoch, dass es ebenso Unterschiede zwischen den Definitionen gibt.

So deutet der Begriff Post-Graffiti auf eine „neue“ Form des Graffiti und „Aussterben“ der ehemaligen Form, obwohl Graffiti an sich noch heute praktiziert wird. Street Art beinhaltet jegliche Kunst, die auf den Straßen ausgetragen wird. Urban Art hingegen lässt auch die Street Art beeinflusste Kunst miteinbeziehen und dient als Definition für „Street Art in Galerien“.

Nathalie Halgand und Nicholas Platzer präsentierten zudem die populärsten Künstler in der Street Art Szene wie Shepard Fairey mit seinen berühmten„Hello, my name is…“-Sticker oder Obama-Plakaten, weiters Space Invader, bekannt für sein Motiv des gleichnamigen berühmten Videospiels, Mark Jenkins, bekannt für seine experimentellen Puppen, Os Gemeos, Swoon und natürlich Banksy, der heute berühmteste und in den Medien meist erwähnte Street Art Künstler.

Schlussendlich zeigte man, dass Street/Urban Art in der Kunstszene sich zu einer modernen Kunstform konstituiert hat. Nicht nur sind die Werke in Galerien zu finden, sondern auch in Auktionshäusern und Museen wie dem Tate Modern, Fondation Cartier, oder der Kunsthalle Wien (Ausstellung Street and Studio-Von Basquiat bis Séripop).

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Obwohl das Publikum nicht allzu groß schien und höchstens 15 Besucher in der Galerie anzutreffen waren, gab der Vortrag “From Graffiti to Street Art“ einen äußerst guten und leicht verständlichen Einblick (wenn auch auf Englisch) in die Geschichte der Entwicklung dieser Kunstformen.

Inoperable präsentiert zurzeit in Kooperation mit der Taxie Galérie und Galérie GZ aus Paris die Arbeiten der berühmten Street Fotografin Martha Cooper. Mehr zur Ausstellung und anderem rund um Street/Urban Art, Graffiti, Poster Art, Tattoo Art in Wien auf inoperable.at.

Keith Haring @ Kunsthalle Wien

Die vom 28. Mai bis 19. September 2010 laufende Ausstellung in der Kunsthalle Wien zeigt eine vielschichtige Schaffensperiode des vor 20 Jahren verstorbenen  Street Art Künstlers Keith Haring. Keith etablierte sich in den Jahren 1978 bis 1982 in New York und erlebte zu dieser Zeit seinen Aufstieg als internationaler Pop-Art Künstler. Die Schau befasst sich  mit seinen frühen experimentellen Jahren.

„Der 1958 in Reading, Pennsylvania, geborene Keith Haring zeichnete schon in jungen Jahren Cartoons und lernte, wie sich durch eine einfache Linie Bewegung, Gestik und Gefühl vermitteln lassen. Bereits damals entschloss er sich, Künstler zu werden. Um die Sorgen seiner Eltern zu zerstreuen, ob er sich damit seinen Lebensunterhalt verdienen könnte, besuchte er für kurze zeit eine Schule für Werbegrafik in Pittsburgh bevor er nach New York ging. 1978 begann er an der School of Visual Arts zu studieren und die seiner Meinung nach aufregendste Stadt der Welt zu erkunden. Bald wurde Haring zum fixen Bestandteil der Kunstszene und schwulen Subkultur. In seinen ersten Jahren in New York experimentierte Haring mit musterartigen geometrischen Formen, beschäftigte sich mit Performance und Video und hielt seine Überlegungen zur Kunst in Tagebüchern fest. In den 1980-er Jahren fand er zu seinem unverwechselbaren Vokabular, für das er heute bekannt ist. Während seiner kurzen, aber kometenhaften Karriere, die mit Hunderten anonymen Kreidezeichnungen in New Yorker U-Bahn-Stationen begann, zeigte Haring seine Arbeiten auch in Museen und Galerien auf der ganzen Welt. Trotz seines beruflichen Erfolgs blieb der Künstler immer seiner Philosophie treu, dass Kunst für alle sei. Er schuf über 50 Wandmalereien im öffentlichen Raum, arbeitete mit Kindern und eröffnete in New York und Tokyo seine umstrittenen Pop Shops.

Keith Haring:1978-1982 umspannt die Zeit, in der Haring seinen künstlerischen Stil entwickelte, der ihn von abstrahierten Formen zum Figurativen führte. Die Ausstellung beleuchtet sein Interesse an verschiedenen Medien, seine Rolle als Kurator in der pulsierenden New Yorker Kunstszene und seine kraftvolle und provokatie Bildsprache.

Kuratorin/Curator: Raphaela Platwo¹“

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Fasziniert war ich von seiner Arbeit „A Circle Play“ 1979 VHS in DVD. Zu sehen war ein junger Mann sitzend in der Mitte eines riesigen weißen Papiers, ein Buch haltend. Während Keith das Blatt mit schwarzer Farbe bemalte und somit seine typischen von Comic inspirierten „Bewegungsmuster“ entstehen ließ, las der junge Mann ein Buch vor.

Das Wort „Circle“ kam dabei oft zur Sprache und Haring malte währenddessen rund um den Vorleser herum, bis kein Platz mehr für ihn da war. Mich begeisterte es den Künstler selbst bei der Arbeit betrachten zu dürfen, wie er ohne lang zu überlegen ein ganzes Blatt fühlte. Die Bewegungen seiner Hand wirkten wie einprogrammiert und ich konnte nicht nachvollziehen wieso er Streifen malte, wenn aber doch wieder das Wort „Circle“ fiel. Der vorgelesene Inhalt ergab nicht viel Sinn, aber beide Aktionen schienen ohne einander noch viel skurriler zu sein, als sie ohnehin schon waren.

Ein weiteres Video, indem Haring wieder das Blatt fühlte, zeigte wie er plötzlich selbst zu seiner Kunst eingebaut wurde und metaphorisch nicht mehr „aus ihr raus konnte“.

Neben den Videos, konnte man ebenso seine Tagebucheintragungen betrachten. Keith war Leser und beschäftige sich mit der Literatur, was in seinen Arbeiten, vor allem seinen Collagen und Flyern widergespielt wird. Er experimentierte mit der Sprache und provozierte somit sein Publikum [„Pope killed for freed hostage“].

Er kreierte ein eigenes Alphabet und widmete der geschriebenen Sprache eine eigene Ästhetik. Nicht nur die Schrift, sondern auch gesprochene Wörter waren Teil seiner Kunst. So filmte er seine Freunde während sie bestimmte Buchstaben oder Wortcollagen selbst wiederholt wurden [Machines, Lick Fat Boy, Phonics Artikulation].

[“Haring documented his aesthetic discoveries in journals filled with precise notes and careful illustrations. One of the early artistic experiments he detailed in his journal involved the exploration of a set of geometric forms ranging from a simple L-shape to complicated, interlocking designs. A group of twenty-five red gouaches in this exhibition illustrates the diversity of the forms he developed during this period. He was interested in how the resulting alphabet of shapes could be assembled in various combinations to simultaneously create vivid patterns of forms and of the eloquent negative spaces between them. He was particularly concerned with the effects these patterns had on the way someone would view as a whole. As he wrote in his journal:

(A) Eye tends to be drawn to “individual” shapes instead of the structure created by an entire “group” of shapes.

(B) If each shape operates only in a positive/negative relationship when viewed as a member of a group, the effect is one of more unity and more flowing movement. Eye tends to view as a whole, instead of grouping individual shapes.

Both of these principles can operate effectively on separate levels or on a combined level, but consideration of these facts is important.”²]

Keith war nicht nur Künstler sondern auch selbst Kurator und zeigte somit sein Engagement für  eine weniger exklusive Kunstszene. Er kündigte die Veranstallung über zahllose kopierte Flyer an, die als einzigartige Kunstwerke erhalten geblieben sind.

[Club 57 INVITATIONAL – 1980. GUEST CURATOR: KEITH HARING. Thursday – May 29 – 1980: 9 pm. Club 57 – 57 St. Marr’s Pl. NYC. INFORMATION TO INVITED ARTISTS: please bring work to CLUB 57, on May 29 between 12noon and 4am (with required hanging materials (?)) no work accepted after 7pm, the club will be open the following day to pick-up the work. ALSO a small Xerox booklet will be assembled and be available for sale at the show to pay for the show. Contributors receive one free copy. Artists (?) are asked to submit any material (one page) suitable to be xeroxed before May 20, 1980. To: Keith Haring (…)³].

Das wohl auffallendste und in seiner Größe erstaunlichste Werk war der über einige Meter lange Papierstreifen, bemalt mit seinen geometrischen Mustern. Haring zeichnete keine Skizzen, somit ist jedes Werk einzigartig und unverwechselbar in seiner Form. Als er erfuhr, dass er an AIDS erkrankt worden ist, engagierte er sich mit seiner Kunst für gemeintätige Aktionen und deklarierte so sein Erbe:„Die Welt ist dieses Ding um mich herum, das ich für mich gemacht habe und für mich sehe. Die Welt wird es jedoch auch weiter geben, ohne dass ich da bin, um sie zu sehen, sie wird dann nur nicht „meine“ Welt sein. Das interessiert mich an der Situation, in der ich mich jetzt befinde, am meisten. Ich mache Dinge in der Welt, die nicht mit mir verschwinden werden.“

Keiths Idee war Kunst für jedermann zu machen, er nutzte den öffentlichen Raum als Forum über das er sich an alle und jeden wenden konnte. Sein Einfluss zeigt sich bis heute an zeitgenössischen Künstlern wie Jeff Koons, aber auch bekannten Vertretern der Streetartszene wie Banksy, SWOON oder Shepard Fairey, die es ebenso bis zu den internationalen Galerien und Auktionshäusern geschafft haben.

Quelle: Keith Haring: 1978-1982 Die frühen experimentellen Jahre KUNSTHALLE wien, halle 2, 28. Mai – 19. September 2010