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SERGIO CALDERON – The Space Between

Vor ein paar Tagen habe ich ein Schreiben von Sergio Claderon erhalten, künstlerischer Leiter, Filmemacher und bildender Künstler aus London. Hier eine Auswahl seiner Arbeiten.

Seine minimalistisch, abstrakten Strukturen gefallen mir besonders gut. Einige Motive erinnern an Weltraum Formationen. Die Werkserie „The Space Between“ basiert beispielsweise auf NASA Weltraumbildern.

Mehr auf sergiocalderon.net und flickr.

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Visuals Performance im Centre Pompidou.

 

Valie Export @ Charim Galerie, Wien

„Das künstlerische Schaffen von Valie Export ist in wesentlichen Teilen von der Erweiterung des Bildbegriffes, der Hinterfragung von Bildgrammatiken und Konzepten des Kinos, von konzeptueller Fotografie und von Werkprozessen, die mit dem Begriff des „Anagrammatischen“ charakterisiert werden, geprägt. Vielfach wirken die Auseinandersetzungen mit diesen Themen ineinander. So beispielsweise im Avantgardefilm „Syntagma“, in welchem Bildfindungen aus der Serie der Körperkonfigurationen und Gestaltungselemente aus den Serien der konzeptuellen Fotografien zu finden sind. Die Leitlinie der gegenwärtigen Ausstellung von Valie Export in unserer Galerie führt entlang dieser Grundgedanken, der Verschränkung von unterschiedlichen Medien und Bildkonzepten.

„Ein durchsichtiges Plexiglasobjekt, auf der einen Seite kantig, auf der anderen abgerundet. Der skulpturale Behälter nimmt in seiner Mischung aus rechtwinkeligen und runden Formen auf das Innenleben Bezug. Dieses besteht aus einer Reihe identisch aussehender DVDs, die durch die transparenten Wände schimmern; die Box enthält neunundzwanzig Film- und Videoarbeiten Valie Exports“. So beschreibt Johanna Schwanberg das Objekt, dessen Inhalt in unserer Ausstellung in der Abfolge von 29 Tagen zu sehen sein wird. An jedem Tag der Ausstellung wird ein Film/Video, entsprechend den 29 Video DVDs der Box, präsentiert. Neue Laser-Installationen, basierend auf Entwürfen von 1973, sowie Modelle von Werken, die für die Ausstellung „Valie Export – Archiv“ im Kunsthaus Bregenz entwickelt wurden, ergänzen einander durch ihre Wechselbezüge und formalen Entsprechungen.

Die fotografischen Bildquellen der „Modelle“, in denen zeichnerische Gesten physisch in den Raum ausgreifen, bilden auch die Grundlage der Laser-Installation „Aus dem geomtrischen Skizzenbuch der Natur: Geometrische Figurationen in Dünenlandschaft, 1973/2012″. Auch sie fungieren als Modelle, allerdings als Paradigmen nachgestalteter Raumerfahrungen. Dabei wird der illusionäre Bildraum der Fotografie durch Zeichenbewegungen verstärkt und diese mittels Lasertechnik in den realen Raum der Galerie erweitert.

Die einzelnen Entwicklungsschritte des Entwurfes von 1973 bis hin zur Konkretisierung der damals schon angedachten Laser-Installation bilden, neben der Präsentation der neuen Video DVD Edition, den zweiten Schwerpunkt der Ausstellung.“

(Text: Charim Galerie Wien)

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Interessante Werkauswahl: das Zusammenspiel zwischen Televisionärem und den Fotografien mit dreidimensionalem Vorsatz hinterfragt die Wahrnehmungsbeziehungen im Raum. Die Laser-Installation diente als i-Tüpfelchen der Ausstellung, auch wenn die Abspielfolge des Lichtstrahls nicht ganz klar schien. Schade war es, dass man die einzelnen Tonsignale der Videos nicht hören konnte und die Fernseher in ihrer Aufstellung vielmehr an eine einheitliche Installation erinnerten, anstatt für sich zu wirken. Man versuchte den Bezug zu den einzelnen Filmen zu finden, fand jedoch keinen.  Das Geblinker der einzelnen Videos verstärkte den Effekt der Kisten-Installation. Die Aufmerksamkeit zog es allemal auf sich; am Inhaltlichen mangelte es leider. Dennoch: absolut sehenswert. Das Angebot der DVD ist für Valie Export Fans auch nicht zu verfehlen.

Ausstellungsdauer: 27.01.2012 – 03.03.2012

Fotos von Dimitri Aschwanden.

IVAN ARGOTE – Öffentliche Dialektik

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Heute bin auf Ivan Argote gestoßen und habe mich eine Zeit lang mit seinen Videos beschäftigt, die beim Öffnen der Website ohne Steuerung im Hintergrund abgespielt werden. Auf Pause zu klicken ist nicht möglich und falls man weiterhin an seiner Website interessiert ist, führt ein Weg an die Videos nicht vorbei. Ich klickte mich durch…

Fußgänger die sich lautlos umdrehen und einem schiefe Blicke zuwerfen, ein Mann spricht im Hintergrund und bittet die netten Damen und Herren um ein Geburtstaglied, ein Denkmal verliert seine Bedeutung und sinkt, der Künstler sprayt über ein paar Mondrians im Centre Pompidou.

Ivan Argote fokussiert seine Kunst auf augenscheinliche unbedeutende und oft witzige Situationen. Die Einfälle sind querdenkerisch und überraschen, überfordern teilweise das Publikum. Der Fokus liegt auf die Reaktion des Betrachters die fast zwanghaft evoziert wird. Diese unbedeutenden Situationen in ihrer alltäglichen Form gefangen, weiß der Künstler zu nutzen und entwickelt daraus eine Hidden-Camera-Story mit humorvollen Ansatz.

Ivan Argote lebt und arbeitet in Paris.

Mehr auf ivanargote.com.

JR Women are heroes – BLK RIVER Festival Opening

Der französische Künstler JR präsentierte im Rahmen der feierlichen Eröffnung des BLK RIVER-Festivals 2011 seinen Film „Women Are Heroes“, eine Dokumentation, die Einblicke in das Leben von Frauen in Brasilien, Kenia und Kambodscha gibt, die heldenhaft ihren täglichen Kampf gegen sexuelle Repression, Armut und Ungerechtigkeit führen.
Heldinnen in einem sehr realen Sinne, die der Künstler JR nicht nur filmt, sondern auch fotografiert, um dann diese leuchtenden, larger-than-life Porträts der Frauen an Gebäuden und Wänden in ihrer unmittelbaren Umgebung anzubringen, um somit auf ihr Leben aufmerksam zu machen. (www.blkriver.at)
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Frauen mit Geschichten, mit Narben, voller Hoffnung und voller Stärke und doch: ohne Stimme. JR’s Film „Women are heroes“ ist ein Appell an das Menschliche. Die Protagonistinnen sind einfache Frauen aus Favellas, armen Dörfern und Slums, die ihre Lebensgeschichten offenbaren.
Der französische Künstler gibt diesen Frauen eine Stimme und bringt den Spiegel ihrer Seele nach außen. Große Plakate von schwarz-weiß Fotografien zeigen ihre Augen angebracht auf den Fassaden, den Leinwänden der Städte und Dörfer. Nicht um der Kunstwillen, nicht um Ruhm oder Geld handelt es sich, sondern rein um die Geschichte, um die Frauen, um die Menschen, das Menschliche. JR bringt Kunst, wo es sie in der Form nicht gibt und offenbart den Einwohnern eine neue Möglichkeit der Kommunikation, öffnet ihren Horizont und gibt ihnen Hoffnung.
Mittlerweile ist der Künstler weltweit bekannt und erfolgreich. Mit seinem Projekt „Inside Out“ gewann er den TED Prize 2011. „How can art save the world?“ ist die Frage im Laufe seiner Rede. Seine Antwort:“My wish is not to save the world, but to change the world!“

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Die Extraportion Reinheit: JR arbeitet ohne Sponsoren, ohne namentliche Erwähnung von Konzernen. Alle Projekte wurden durch Spenden finanziert.

„Women are heroes“, meiner Meinung nach mehr Kunstfilm, als ein einfaches nettes Kinoerlebnis, konzentriert sich auf die Inhalte und schafft es das Ganze noch schmackhaft für das Auge zu machen. Aufwendig kreierte Zeitraffer und Reverse-Filter bilden die spannenden Effekte im Film. Die Zuordnung „Kunstfilm“, könnte man vielleicht aufgrund dem hohen dokumentarischen Wert bestreiten.

Alles in allem: absolut sehenswert. Nebenwirkungen: Gänsehaut, Tränen, Lachen und Lebensfreude.

P.S.: JR’s Filmtrailer war übrigens mein erster Blog-Eintrag am 11.04.2010 auf artpjf. Wie die Zeit vergeht!

YUKO ASAI – Make-Up

Yuko Asai, aus Aichi Japan befasst sich mit Kosmetik als Phänomen der non-verbalen Kommunikation. Für Yuko dienen Kosmetika nicht nur als Maßnahme zur Verschönerung des Erscheinungsbildes, die Künstlerin sieht dabei sichtbare Zeichen der Machtideale, Emotionen, Einstellungen und Hoffnungen der Menschen, die auf der Oberfläche des Körpers erzeugt werden.

Gleichzeitig wird durch Kosmetik versucht die Alterung und die Begrenztheit des Körpers weniger sichtbar zu machen; aber auch ein auch neues Lebensgefühl zu erwecken und soziales Prestige auszudrücken.

Mehr auf yukoasai.com.

URBANSCREEN @ 10 Jahre MQ Feier


[Photographies © Vanessa Zheng www.winterblu.com]

Das Künstlerkollektiv URBANSCREEN aus Deutschland schafft Großbildprojektionen auf städtischen Flächen, auch genannt „mapping“.

2008 gegründet, entwickelt das Kreativ-Unternehmen mediale Konzepte für den urbanen Raum und überträgt sie in einen Dialog zwischen Kunst und Kommunikation.

Durch die Projektion bestimmter Bildpunkte einer Fassade werden dreidimensionale Formen geschaffen. Um die Projektion exakt auf die Lokalität anzupassen wurde ein spezielles Verfahren (LUMENTEKTUR) entwickelt, um ein maßgeschneidertes Lichterlebnis zu ermöglichen.

URBANSCREEN bespielten gestern die Fassade des Leopold Museums und machten damit den Hof des Museumquartiers in Wien zum „mehrdimensionalen Bühnenraum“ (in Kooperation mit dem sound:frame Festival und AV – kuratiert von Eva Fischer).

Mehr auf urbanscreen.com und m-q.at.

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Ein schönes großflächiges Erlebnis im, leider etwas zu kalten, Museumsquartier. Die Performance hätte dennoch ruhig länger laufen können. Weitere derartige visuelle Projekte in der Stadt Wien wären äußerst wünschenswert.

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An Artist’s Statement by Charlotte Young

Interview IAN PONS JEWELL

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Ian Pons Jewell ist ein spanischer professioneller Filmemacher mit Wohnsitz in London. Ian hat bereits als Produzent und Regisseur bei Bühnenstücken, Musikvideos und als Sound-editor für Langfilme gewirkt, sowie eine Anzahl von Kurzfilmen produziert. Im Interview gibt er Einblick in  seine Herangehensweise im filmischen Prozess, sowie Illustration und Überblick seiner neusten Projekte.

Ian Pons Jewell is a Spanish professional filmmaker residing in London. Ian has worked as producer and director in stage play, music videos and worked as a sound editor for feature length-films and produces a number of short films. In the interview he gives an insight into his approach in the cinematic process, as well as illustration and provides an overview of his latest projects.

artpjf: Stell’ Dich bitte kurz vor.

First give us some general information about yourself.

I.P.J.: Mein Name ist Ian Pons Jewell. Ich bin Filmproduzent und lebe in Elephant and Castle, im Süden Londons in einem ehemaligen Bankgebäude. Vor 6 Jahren habe ich mein Studium begonnen und produziere seitdem meistens Musik-Videos und Kurzfilme. In London habe ich bei zwei kurzen Filmen Regie geführt, die für eine Woche in Dublin zu sehen waren. Ich illustriere auch sehr gerne, meistens wenn ich eine Abwechslung vom Prozess des Filmemachens brauche. Derzeit arbeite ich am Regiebuch für ein Stück von Damian Le Bas, das hoffentlich, im September aufgeführt wird.

My name is Ian Pons Jewell, I’m a filmmaker living in Elephant and Castle, South London. I live in an old bank, staying here until it gets demolished along with the rest of Elephant and Castle. Since starting university about 6 years ago I’ve been making films, with mostly music videos recently, though that will be changing this year. I also illustrate, mostly when I’m a bit fed up of the roundabout process of filmmaking. I have also directed two short plays in London which went on for a 1 week run in Dublin and am currently working on directing a play written by Damian Le Bas, which, fingers crossed, will be performed in September.

artpjf: Ich war fasziniert von deinem Musikvideo für die Englisch/Spanische electronic Band Crystal Fighters, dem erfrischenden neuen Stil des Videos, kreativen Potenzial und seiner Originalität. Beschreibe den Prozess der Entstehung des Stop-Motion-Videos.

I was fascinated by the stop motion music video for the English/Spanish electronic band Crystal Fighters, the fresh style, immense creative potential and originality. Describe the process of the making.

I.P.J.: Die Idee zum Video kam mir nachdem ich einen unglaublichen Kurzfilm von Paul Bush gesehen hatte „Episodes in the Life of Dr Jekyll and Mr Hyde„. In diesem Film tauscht er die Darsteller gegen neue aus, allerdings in ihrer selben Position und löst beim Zurückspielen einen hypnotisierenden Effekt aus. Sie flimmern sich gegenseitig an, und erzeugen dabei eine Illusion ähnlich einem herumwirbelnden Kartenspiel.

Dieser flimmernde Rhythmus fügte sich auf wundervolle Weise zum Track und ich erkannte, dass man auch andere Dinge vertauschen kann als nur die Darsteller. Man sieht also wie das Make-Up und die Kleidung wechseln, sowie die Bilderrahmen, die insgesamt eine Illusion eines in sich bewegten Bildes kreieren. Der Muskelmann basiert auf einen Meth-süchtigen Typen, den ich regelmäßig in LA an einer Eckstraße sah. Er war richtig muskulös, trug enge Shorts, sein Walkman lief und tanzte in seiner eigenen kleinen Welt. Unser Muskelmann wurde gespielt von Roger Waters, der Weltmeister des natürlichen Bodybuildings, der komplette Gegensatz zur Meth-gefüllten Inspiration.

Das Video bedurfte an sehr viel mehr Organisation als ich es gewohnt war. Matthew King, unser großartige DOP (Director of Photography), erwies sich dabei als eine große Hilfe und sah zu, dass wir uns mit der Fülle an Arbeit nicht ins Knie schießen.

Wir benötigten mehrere Aufnahmen und die Besetzung musste mit großer Präzision arbeiten. Christopher Prior spielt den essenden Pianisten; er ist ein talentierter Schauspieler und ich liebe es mit ihm zu arbeiten, also war er von Anfang an für die Rolle vorgesehen. Marie Gabrielle-Rotie (Video) war unsere Hauptdarstellerin. Sie beeinflusst meine Arbeiten sehr und kam mir deshalb sofort in den Sinn.  Beide zuletzt genannten Künstler haben das Video sehr geformt und teilen dessen Inhalt mit. Amy Smith, eine wunderbare Tänzerin, spielt die Rolle der baskischen Hexe.

The video came about from seeing an incredible short film called „Episodes in the Life of Dr Jekyll and Mr Hyde“ by Paul Bush.

In this film he swaps out the performers for new ones, but in the same positions, causing a mesmerizing effect when played back. They flicker between each other, creating an illusion much like the spinning card game which has a cage on one side and a bird on the other.

This flickering rythm went beautifully with the track, and I figured I could also swap other things in the frame rather than just the performer. So we can see the make up, clothes and props change, plus picture frames having the illusion of a moving image within them. The muscle man is based on a meth addicted dancing guy who I saw in LA everytime I’d pass the same corner.

He was pretty ripped, wore tight shorts, had a walkman on, and would just go at it dancing in his own little world. Our muscle man was played by Roger Waters, the world champion of natural body building, the complete opposite of the meth fueled inspiration.

The video required a lot more organization than I was used to, and Matthew King, the superb DOP who shot it and other projects I’ve done, was an immense help in breaking down the shots and being generally on it with making sure we didn’t shoot ourselves in the foot.

It required shooting multiple takes, and having our cast hit their marks with great precision. Christopher Prior plays the eating man / piano man, he’s an actor with great talent who I adore working with, so he was cast from the get-go. Then Marie Gabrielle-Rotie (video) played the lead, she’s also a collaborator and big influence on my work. She came to mind immediately, and so then the narrative was very influenced from casting these two artists. They always inform the content. Amy Smith, a wonderful dancer, played the Basque Witch.

(A recordist travels through london collecting its soundscape)

(A briefcase’s nightmare of the human mind)

artpjf: Deine Kurzfilme sind vor allem beeinflusst von abstrakten, surrealen Inhalten, zum Teil sogar verstörenden Szenen dunkler und fabelhafter Wesen. Was wäre eine allgemeine Botschaft dieser Bilder?

The content of your short films is primary dominated by discrete, surreal, partly even disturbing scenes of fabulous or dark characters. What would be a general message behind those images?

I.P.J.: Ich bin mir über eine allgemeine Botschaft der Filme nicht sicher, aber sie entwickeln sich meist aus unterbewussten anfänglichen Ideen. Ich sitze dabei allerdings nicht vor einem Buch, Bildern, oder vor dem Internet, um die Ideen auf Papier zu bringen. Ich arbeite mehr aus dem Augenblick heraus. Ideen entwickeln sich erst wenn sie bei mir in singularer solider Form erscheinen, dann erst werden sie aufgeschlüsselt, angeglichen und hinzugefügt. Sie erscheinen meist beim Spaziergehen, während ich an unverbundenen Dingen arbeite, schlafe oder träume. Mit Augustus Lullaby zum Beispiel, träumte ich über meine Freundin Jihanne. Dabei sagte sie mir sie hätte eine Lösung gefunden, wie sie mit 5 Dollar die Brust von Cassius Clay anfassen könnte. Als ich aufwachte kam mir dann der Satz „Augustus Lullaby and his Cowboy Thong“ in den Sinn. Ich schrieb das auf und beschloss es als Titel für meinen Film zu nehmen. Der Film endete nicht über Cassius Clay, aber durch ihn kam ich zum Titel, was die Gedankengänge beim schreiben beeinflusst hat. Der Surrealismus entsteht, denke ich, mit der unterbewussten Herangensweise, anstatt einer logischen, mit einer klaren Botschaft versehenen Arbeit. Ich genieße viszerale Filme, und auf dieser Art und Weise zu arbeiten, gefällt mir am besten. Das Dunkle an den Filmen kam mit der Zeit. Während ich studierte waren sie nicht derart „dunkel“. Die Tendenz entwickelte sich seit dem letzten Jahr. Ich bin nicht sehr optimistisch über unsere Gesellschaft und ich denke, dass dieser Gedanke bestimmt meine Arbeiten beeinflusst.

I’m not sure of a general message, but the films come about as initial ideas on a subconscious level. As in, I don’t sit and plow through books, images, the net, building ideas on paper. I work on a more instant level and tend to only go with ideas that come to me in a solid singular form. Only then are these broken down, adapted and added to.

They come about on walks, whilst working on something unrelated, when about to fall asleep, or dream. With Augustus Lullaby for example, I had a dream about my friend Jihanne telling me she had found a scheme whereby she could pay 5 dollars to touch the boob of Cassius Clay, and when I woke I had the sentence „Augustus Lullaby and his Cowboy Thong“ in my mind.

I wrote this down, and decided this was the title to the film I would write. The film didn’t end up being about Cassius Clay, but instead came from the title, which also had embedded atmosphere when I would write it down and think about it.

The surrealism I think comes from them being from a subconscious level without restraint from logic, or worrying as to the message / narrative. I enjoy visceral films, and so making films on a more visceral level is what I feel most comfortable doing. The darkness to them is something I have discovered over time. During university, my films weren’t so „dark“, then tended toward that on the last year. I’m not the most optimistic about the society we live in and I suppose this certainly influences my work.

artpjf: Was ist die größte Schwierigkeit bein Kreieren eines Kurzfilmes?

What’s the main difficulty in creating a short film?

I.P.J.: Ich würde sagen: den letzten Teil abzugleichen mit der Anfangsidee. Ich denke, dass die Idee die ich habe sehr klar in meinen Gedanken geformt ist, visuell als auch atmosphärisch. Für einen Film muss es sich allerdings einem splitternden Prozess unterziehen. Der Grund wieso ich das Illustrieren liebe, ist aufgrund des Augenblicklichen, des Direkten. Es ist ein solidarischer Prozess. Ich könnte schlecht gelaunt sein, ungeduscht, hungrig oder müde, aber immer noch den Stift führen und kreieren können. Am Set ist es anders. Du brauchst ein angemessenes Maß an Selbstvertrauen, musst gut ausgeruht sein etc. Viele Dinge beeinflussen den filmischen Schaffensprozess wie die Crew, die Vorbereitungen, Plan B, C, D etc. Das machte es aber gleichzeitig auch zu einer wundervollen Kunstform. Imstande sein zu kollaborieren und bestimmte Aufgabenbereiche zu lösen mit bestimmten Menschen, die auf diesem Gebiet spezialisiert sind. Kurz gesagt: es ist die in sich kreisende Reise des Filmens, obwohl es gleichzeitig eines der größten Highlights ist.

I would say it’s matching your final piece to the initial idea. I find the idea I have is very clear in my mind visually and atmospherically, but then has to undergo a splintering process in film making. The reason I love illustrating is due to how instant and direct it is. It is a solitary process. I could be in a foul mood, unshowered, hungry and tired, but still be able to put pen to paper and create.

On set it’s rather different, you need to have a reasonable amount of confidence, be well rested etc… A lot of things factor into the making of the film such as the crew, the preparation, the plan Bs, Cs and Ds etc. But, this also makes it a wonderful artform. Being able to collaborate and pass certain tasks to certain people who specialise in this area. So in short, I would say it’s the roundabout journey of filmmaking, though it is also one of the main highlights.

(The Adelphi – Video hier)

artpjf: Deine anstehenden Projekte?

Any upcoming projects?

I.P.J.: Ja, Kleinkram, Pläne und Schemas. Derzeit arbeite ich mit James Hyland, einem brillianter Schauspieler und Schreiber, der bereits bei eins meiner Musikvideos dabei war. Wir arbeiten an einem Spielfilm basierend auf eins seiner Ideen. Phillip Osborne ist ein weiterer wunderbarer Künstler mit dem ich bereits in 1/4″ zusammengearbeitet habe. Wir werden dieses Jahr bestimmt ein weiteres Mal kollaborieren. Dann noch Tim Harrison, der all die Sound-Design Arbeit unserer Filme macht, wird mit mir in einem neuen Kurzfilm arbeiten nachdem wir mit dem Interactive Video fertig sind nächstes Monat.

Dann gibt es noch Damian Le Bas‘ ersten Langfilm den er schrieb und dafür auch eine Förderung bekam. Ich werde beim Film Regie führen, im September wird der Film aufgeführt. Wir haben bereits davor zusammengearbeitet, aber nicht auf einem derartigen Niveau, also bin ich schon sehr gespannt. Es freut mich ebenso mit Gaia Borretti, Editor für die meisten meiner Arbeiten.

Dann arbeite ich auch an einigen Ideen für Kurzfilme, ein interaktives Musikvideo-Projekt und an einem neuen illustrierten Zine Film (Exemplar auf facebook). Ich habe bereits eine limitierte Auflage an Zines, welche mit einer DVD an Filmen erscheinen werden. Ein Sample kann auf www.ianponsjewell.com und www.studiomurmur.com (facebook fanpage) gesehen werden. Falls jemand eine Kopie wünscht, einfach durch die Seite kontaktieren. Ich bin ebenfalls interessiert an Aufführungen, Verträge von Herstellungsfirmen, oder Ähnlichem und einem Agenten um mich als Filmregisseur zu präsentieren, um mein Marketing etwas am Laufen zu bringen.

Yes, bits and bobs, plans and schemes. I am currently working with James Hyland, a brilliant actor and writer who was in a music video I made. We’re working toward a feature film based on an idea he’s had. Phillip Osborne is another excellent artist I work with, who worked on the animation in 1/4″ and so we’ll certainly be working together again this year on stuff. Then Tim Harrison, who does all the sound design work on our films, will be working with me on a new short film after we finish an interactive video in the next month.Then there is Damian Le Bas‘ first full length play he has written and currently finalizing funding for. I will be directing this with a view to perform it in September. We’ve worked together on various pieces before, but not at this level, so it’s very exciting. Then I am also very lucky to always work with Gaia Borretti, the editor of most of my work. This year we’ll be working together closely in the conception stage, rather than leaving it to post.

Then I’m also working on various short film ideas, an interactive music video project and illustrating a new Film Zine (exemplar on facebook). I have a limited edition set of Zines that come with a DVD of films on the front for sale, and now working toward the 2nd edition. A sample can be viewed at both www.ianponsjewell.com and www.studiomurmur.com (facebook fanpage), just contact me through my site if anyone would like a copy. I am also looking for representation and towards being signed with a production company of some sort, or to get an agent to represent me as a director to get my marketing in gear.

KATJA LOHER – Why did the Bees leave?

 

Katja Loher’s Videos, die auf Oberflächen von Wetterballons projeziert werden, zeigen eine anynome Menschenmenge, die beginnt  eine strukturierte Choreographie aus Vogelperspektive zu präsentieren. Dabei wird dem Betrachter das Gefühl vermittelt, er sehe durch ein Mikroskop hindurch und würde ab und an Zeichen, Nummern und Buchstaben erkennen.

“Why did the Bees leave”: Aus einem Makro-Bild der Welt wird langsam auf die Vogelperspektive einer Stadt hineingezoomt.  Weiter geht es zur Blüte eines Baumes in einem Park, hin zu einer  Nahaufnahme, worin man eine Gruppe von „Bienenarbeiterinnen“ sieht, die die Blüte „bestäuben“. Sie erfüllen Aufgaben die 24 Stunden am Tag erfüllt werden müssen, um die Natur in Balance zu halten und die Menschheit zu erlauben auf dem Planeten weiterhin zu leben.

Katja Loher erinnert an den Naturkreislauf der Erde angefangen von den kleinsten Mitgliedern wie den Bienen, die Tag für Tag ihre Arbeit scheinbar grundlos und rein maschinell verrichten, dabei jedoch einen großen Teil im Gesamtkonzept ausmachen.

Mehr zu Katja Loher auf katjaloher.com.

The projected videos, shown on the surface of the weather balloons, consist of a bird’s- eye view of seemingly anonymous crowds of people that begin to perform structured choreographies. As if under a microscope we can study them for meaning, we begin to see that they have formed letters and questions. The Video-spheres insert those questions into the DNA of the planets. These questions are combined with scenes, where the people become numbered parts of a enormous machine of synchronized movement.

The beginning of “Why did the Bees leave” is put together through a communication system Katja Loher calls Video-alphabet, which represents the synthesis of her ongoing exploration of language as featured in most of her works. Video-alphabet is a code where human figures, captured in specific poses, represent a series of symbols, which, in post-production, are assembled into letters of the alphabet with which the artist forms words and questions. Such questions are concise and basic, visually rendered with strong chromatics and understated metaphors, which, notwithstanding an apparent lightness, outline a dramatic statement against man and the world, he has set up.

A macro-image of the world slowly zooms in, initially showing a bird’s-eye view of a city. It continues to zoom onto a blossom tree in a park, ultimately landing on a close-up image of a fruit tree flower where a group of workers attend the work of bees, pollinating the flowers. Workers become part of a machine of a synchronized movement: they perform tasks that need to be done 24 hours a day to keep nature balanced to allow mankind to survive on our planet at its current numbers.

More about Katja Loher on katjaloher.com.

RENÉE RHODES – Alleine Zusammen

Die ehemalige Balletttänzerin Renée Rhodes verwendet Tanzbewegungen als Sprachmittel ihrer Videos, Animationen, Fotografien sowie Skulpturen. Die kleinen Welten, die sie schafft, richten sich nach eigenen Gesetzen der Logik und Gravitation. In den Videos zeigt sie aufwendig zusammengestellte Animationen kleiner Miniaturkörper, die schweben, springen, sich drehen, laufen oder tanzen. Dabei dient die Bewegung des Einzelnen als wichtiger Faktor für die Gesamtkonsequenz des Hauptgeschehens. Rhodes Tänzer und andere Sportler erinnern an Lemminge, oder kleine Roboter und zeigen in eindrucksvoller Weise ein harmonisches Konstrukt fließendend übergehender Bewegungen.

Videos sowie weiteren Informationen zur Künstlerin auf www.reneearhodes.com.